| Wohnungspolitik

Berliner Finanzsenator will Maklerkosten senken

In Berlin bezahlen Hauskäufer 7,1 Prozent an den Makler - der Bundesdurchschnitt liegt bei 5 Prozent
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Berliner Senat will die geplante Erhöhung der Grunderwerbsteuer abfedern durch eine Senkung der Maklergebühren beim Kauf von Wohnungseigentum. Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) schlug vor, die in Berlin hohen Maklergebühren von sieben Prozent ein Stück zu senken.

Zum 1.1.2014 soll die Steuer von fünf auf sechs Prozent erhöht werden. Im Gegenzug soll nun die Maklergebühr gesenkt werden. Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann (CDU), der um die juristische Prüfung gebeten worden war, will am Freitag (13.9.) seine Idee einer "Maklertaxe" vorstellen.

Nach Angaben aus der Justizverwaltung hat das Land Berlin allerdings keine Gesetzgebungskompetenz, um die Maklergebühren zu deckeln. Deshalb schlage Heilmann "so etwas wie eine unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers" vor, hieß es aus seiner Behörde.

Im bundesweiten Vergleich lägen die Maklergebühren bei rund fünf Prozent, was das Land auch empfehlen werde. Dann müsse der Makler gegenüber seinen Kunden begründen, warum er in Berlin für den Hauserwerb aber 7,1 Prozent des Kaufpreises haben wolle.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienkauf, Maklerprovision

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