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Berlin will Wohnungen auf ehemaligem Tempelhofer Flughafen

Einige Bürger wollen das Tempelhofer Areal als Freizeitpark erhalten
Bild: Christa Nöhren ⁄

Der Berliner Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) will trotz Bürgerprotesten Wohnungen auf dem ehemaligen Flughafengelände in Berlin-Tempelhof bauen. Angesichts der wachsenden Bevölkerung müsse das möglich sein, sagte Müller bei einer Diskussionsveranstaltung.

Kaum eine andere Großstadt hat eine so große Grünfläche wie das ehemalige Flughafengelände in Berlin-Tempelhof. Tausende Berliner und Touristen nutzen das Tempelhofer Feld derzeit als grüne Oase in der Stadt, zum Spazierengehen, Kiten, Skaten oder Joggen. "Viele wünschen sich im Park aber eine Weiterentwicklung", sagte Müller. Dabei gehe es vor allem um mehr Schatten und eine bessere Infrastruktur mit Gastronomie und Toiletten.

Nach den Plänen des rot-schwarzen Senats sollen auf dem Feld daher Fuß- und Radwege angelegt, rund 1.000 Bäume gepflanzt und schattige Plätze eingerichtet werden. Bis zum Jahr 2016 soll außerdem eine drei Hektar große Wasserfläche angelegt werden. Hauptgrund für den Bürgerprotest sind Pläne, am westlichen, östlichen und südlichen Rand Wohnhäuser zu bauen.

Der Senator begründet dies damit, dass Berlins Bevölkerung bis zum Jahr 2030 um rund 250.000 Menschen - quasi einen ganzen Stadtteil - wachse. Die Initiatoren der Bürgerinitiative "100 Prozent Tempelhofer Feld" befürchten allerdings, dass Luxuswohnungen entstehen, wenn der Senat seine Pläne durchsetzen kann.

Schlagworte zum Thema:  Stadtentwicklung, Berlin

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