07.07.2014 | Politik

Berlin will bundesweite Begrenzung von Maklerhonoraren

Senat: Justizsenator Heilmann erarbeitet in den kommenden Monaten die Initiative
Bild: Helga Ewert ⁄

Berlin will Maklerhonorare bundesweit begrenzen. Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) wolle eine Bundesratsinitiative vorlegen, so seine Sprecherin Claudia Engfeld. Demnach sollen Makler künftig nur noch schriftliche Aufträge entgegennehmen.

Die Maklercourtage ist derzeit nicht festgelegt und regional unterschiedlich. In Berlin sind 7,14 Prozent üblich (6 Prozent plus Mehrwertsteuer), in Bayern und Baden-Württemberg dagegen nur 3,57 Prozent. Die Forderung umfasst auch den Hauskauf.

Der rot-schwarze Berliner Senat beauftragte Heilmann am Dienstag, die Initiative zu erarbeiten, weil das Thema auf Landesebene kaum zu regeln sei, wie Engfeld sagte. Eine verfassungsrechtliche Prüfung speziell der Honorarbegrenzung stehe aber noch aus.

Im Bund arbeitet Justizminister Heiko Maas (SPD) an einer sogenannten Mietpreisbremse, die auch Neuregelungen für Makler vorsieht. Demnach soll bei neuen Mietverträgen gelten, dass derjenige den Vermittler bezahlt, der ihn bestellt.

Nach dem Ergebnis eines Rechtsgutachtens, das im Auftrag des IVD erstellt wurde, vertsößt eine solche Neuregelung des Maklerhonorars gegen die Verfassung.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienmakler

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