28.12.2015 | Politik

Berlin: Vorerst keine Bebauung des Tempelhofer Feldes

Tempelhofer Feld in berlin: über Flüchtlingsunterkünfte wird im Januar entschieden
Bild: CFalk ⁄

Die feste Bebauung des Tempelhofer Feldes ist vorläufig kein Thema. Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) versicherte, dass der Senat ohne erneute Bürgerbefragung nichts entscheiden würde. Daran ändere auch die angespannte Lage aufgrund der Zuzugssituation in der Hauptstadt nichts. Notunterkünfte für Flüchtlinge würden allerdings errichtet. Über Details werde im Januar beraten.

Der rot-schwarze Senat hält daran fest, am Rand der riesigen Freifläche Flüchtlinge unterbringen zu wollen. "Wir haben einen Vorschlag unterbreitet, temporär bis 2019 Menschen vor Obdachlosigkeit zu schützen", so Geisel. Hier gehe es zunächst um Vorsorge, nicht um ein konkret mit Zahlen unterlegtes Projekt.

Zunächst waren vier Flächen am westlichen, nördlichen und östlichen Rand des Feldes als Standorte für Notunterkünfte vorgesehen. Dagegen hatte es heftigen Widerstand von Anwohnern und Tempelhof-Fans gegeben. Auch Bürger, die in der Flüchtlingskrise ehrenamtlich helfen, hatten vor der Unterbringung von noch mehr Menschen unter aus ihrer Sicht unwürdigen Bedingungen gewarnt.

Gespräche hätten inzwischen ergeben, dass die Flächen auf der Neuköllner Seite und am Tempelhofer Damm weniger geeignet seien, sagte Geisel. Er gehe davon aus, dass der Gesetzentwurf im Abgeordnetenhaus entsprechend angepasst werde. Ein Beschluss sei nach wie vor für Januar geplant.

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