Deutsche Wohnen: Aggression gegen Vermieter nimmt zu Bild: Haufe Online Redaktion

Der Wohnungskonzern Deutsche Wohnen ist vor allem in Berlin nach eigenen Angaben als Vermieter immer häufiger Aggressionen ausgesetzt. "Es gibt bestimmte Gruppen, die massiv Stimmung gegen uns und andere Immobilienunternehmen machen", sagte Vorstandschef Michael Zahn im Interview mit der "Berliner Morgenpost".

Das Klima gegenüber Vermietern sei feindlicher geworden, seitdem Berlin von einem rot-rot-grünen Senat regiert werde, so Zahn weiter. Kritik käme vor allem von der Berliner Linken.

Im Gespräch mit der "Berliner Morgenpost" berichtet Zahn, er sei auch schon persönlich bedroht worden, deshalb sei er zu einer Anhörung im Berliner Abgeordnetenhaus mit Personenschützern gekommen.

Die Konzernzentrale in Wilmersdorf wird inzwischen durch einen Zaun geschützt. Erst im Oktober hatte die Deutsche Wohnen den Hauptsitz von Frankfurt am Main in die Hauptstadt verlegt und ist mit 110.000 Wohnungen Berlins größter Vermieter. Bundesweit hat der Konzern etwa 160.000 Mieter.

"Wir sehen uns in Zeiten, wo Wohnraum sich immer weiter verknappt, auch mit der Wut von Menschen konfrontiert, die bei Wohnungsbesichtigungen leer ausgehen", erzählt Zahn. Bis zu 100 Interessenten meldeten sich mittlerweile für freie Wohnungen, die durchschnittlich 6,40 Euro kalt pro Quadratmeter kosten. Bei einer Neuvermietung verlangt das Unternehmen laut Zahn im Schnitt acht Euro.

Schlagworte zum Thema:  Miete, Mieter, Vermieter, Vermietung

Aktuell
Meistgelesen