Der Berliner Senat will den kommunalen Wohnungsgesellschaften Bauland schneller kostenlos übertragen als bisher. Dazu soll das Verfahren, etwa die Wertermittlung, gestrafft werden. Fünf bis 15 Monate, wie es bislang in etwa dauert, wären zu lang, sagte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke). Sie appellierte außerdem an den Bund, die "Verkauf-zum-Höchstpreis-Politik" einzustellen.

Seit 2013 hat das Land den kommunalen Gesellschaften nach Angaben von Lompscher 171 Grundstücke für den Wohnungsbau kostenlos zur Verfügung gestellt.

Im Gegenzug verpflichteten sich diese, mindestens 50 Prozent der Wohnungen mietpreis- und belegungsgebunden anzubieten. Auf einem Großteil der Areale gebe es inzwischen konkrete Planungen, einige Projekte seien im Bau oder bereits fertiggestellt.

Nun sollen weitere 20 bis 30 Grundstücke übertragen werden. Allerdings verfüge Berlin nicht über unendlich viele geeignete Flächen, so Lompscher. Der Bund müsse ebenfalls Liegenschaften an landeseigene oder gemeinwohlorientierte Träger für den Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen.

In Berlin wird Wohnraum fehlen Wohnungen, die Preise stiegen zuletzt stetig an. Studien zufolge müssten mindestens 20.000 Einheiten gebaut werden, um den Bedarf infolge der wachsenden Stadt zu decken. Diesem Ziel hinkt der rot-rot-grünen Senat hinterher.

Das könnte Sie auch interessieren:

Berlin: Ärger um Baupläne im Blankenburger Süden

10.000 Berliner demonstrieren gegen steigende Mieten

Berlin: Wer an Feriengäste vermieten will, muss sich registrieren lassen

Berliner Senat und Bezirke vereinbaren Bündnisse zum Wohnungsbau

Berlin: CDU will Wohnungsneubau in die Hände von Regierungschef Müller legen

Vorkaufsrecht: Berlin will stärker gegen Gentrifizierung vorgehen

Schlagworte zum Thema:  Berlin, Grundstück, Wohnungsgesellschaft