Berlin: Regierungschef Müller will eine sozial ausgerichtete Verkaufspolitik durchsetzen Bild: Thomas Sturm ⁄

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), kritisiert die Immobilienverkäufe des Bundes und fordert ein Verbot des Verkaufs von bundeseigenen Häusern in Berlin. Gegenüber der "Berliner Zeitung" sprach der Politiker von "Preistreiberei und Geschäftemacherei mit Spekulanten".

„Der Bund muss in den Metropolen dazu beitragen, dass staatliche Grundstücke zukünftig für die soziale Wohnungsbaupolitik und nicht zum Anheizen der Boden-Spekulation genutzt werden", sagte Müller der Zeitung.

Der Berliner Regierungschef befürchte einen Ausverkauf der Immobilien im Schatten der Koalitionsverhandlungen nach den Bundestagswahlen.

Das Finanzministerium verteidigte die Mieterhöhungen der BImA. Diese sei „gehalten, für ihre Wohnungen die am Markt erzielbaren Mieten zu vereinbaren, was regelmäßig der ortsüblichen Vergleichsmiete entspricht“, erklärte ein Sprecher. – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/28575562 ©2017

Die Berliner Landesregierung kritisiert seit Längerem, dass der Bund Berliner Immobilien zum Höchstpreis an Spekulanten verkaufe. Müller fordert den Angaben zufolge ein faires Vorkaufsrecht für die Kommunen im zukünftigen Koalitionsvertrag.

Wie der Sender rbb unlängst berichtete, sitzt die BImA auch auf tausenden vermieteten Wohnungen und Häusern, die die Stadt gerne erwerben würde, sich aber nicht leisten kann. Einig werden sich Politiker und BImA offenbar nicht.

 

Schlagworte zum Thema:  Immobilienverkauf, Bund, Berlin

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