Wenn sich der stellvertretende Bezirksbürgermeister Ephraim Gothe (SPD) durchsetzt, wird der Bereich rund um die Kurfürstenstraße im Berliner Stadtteil Tiergarten zum Milieuschutzgebiet erklärt. Er wolle damit verhindern, dass die angestammte Bevölkerung verdrängt wird, erklärte Gothe.  

Man habe bereits mit einer Untersuchung begonnen, "um ein Gutachten zu machen, das uns in die Lage versetzt, dort ein Milieuschutzgebiet auszuweisen", sagte Gothe im Inforadio des Senders rbb

Zum Schutz von Mietern hatte die Landesregierung die Zahl der Milieuschutzgebiete erheblich ausgeweitet. Unter anderem soll es dadurch Auflagen für Modernisierungen geben, um Mieterhöhungen zu begrenzen. Falls Wohnhäuser verkauft werden, kann der Bezirk ein Vorkaufsrecht ausüben. Gothe äußerte sich zuversichtlich, dass das dazu beitragen kann, den Anstieg der Mieten im Stadtteil zu dämpfen: "Das kann funktionieren und wir wünschen uns sehr, dass es funktioniert."

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Schlagworte zum Thema:  Berlin, Wohnungsnot, Miete