09.12.2013 | Berlin

Mangel an Wohnraum beschleunigt Umbau von Militärflächen

Kaserne außer Betrieb: Chance für neuen Wohnraum
Bild: Klaus Klingberg ⁄

Die Nachfrage nach Wohnungen in Berlin hat die Umwandlung ehemaliger Militärflächen befördert - vor allem in Dahlem, Düppel und Karlshorst, so die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Bis auf wenige, unbedeutende Flächen sei die Umwandlung abgeschlossen, sagte Bima-Verkaufschef Stephan Regeler.

Zu den schwer verwertbaren "Einzelfällen" zählten das Kino "L'Aiglon" der französischen Alliierten, das unter Denkmalschutz stehe, und ein asbestbelastetes Hallenbad.

Das Unternehmen verwaltet und verkauft an den Bund zurückgegebene Flächen, unter anderem der Alliierten, aber auch ehemalige Gelände der Bundeswehr.

Heute würden rund 99 Prozent der ehemaligen Militäranlagen zivil oder in Einzelfällen wieder von der Bundeswehr genutzt. Zum Vergleich: Brandenburg hat etwa 93 Prozent seiner ehemaligen Militärflächen umgewandelt. Mehr als 10.000 Hektar Land, das teilweise kontaminiert ist, steht noch zum Verkauf.

Zu den letzteren größeren Einzelverkäufen zählt das Gelände des ehemaligen US-Hauptquartiers an der Clayallee in Zehlendorf, das 2011 veräußert wurde: Dort entsteht nun ein Wohnviertel. Auch eine ehemalige französische Siedlung in Wedding mit mehr als 80 Wohnungen steht 2014 zum Verkauf.

"Die große Konversionswelle" liege 20 Jahre zurück, so Regeler. Verkauft habe man "alle möglichen Flächen", darunter auch Schulen, Panzergaragen oder Hubschrauberlandeplätze. Damals hätten sich ganze Viertel verändert, viele Bauten wurden abgerissen.

Schlagworte zum Thema:  Konversion

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