Berlin Hyp-Zentrale: Das Immobiliengeschäft soll grüner und digitaler werden Bild: Berlin Hyp

Die Berlin Hyp freut sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017. Nach Angaben der Bank stieg das operative Ergebnis von 123 Millionen Euro (2016) auf 187 Millionen Euro. Das Ergebnis ermögliche es, "aus eigener Kraft für künftige Herausforderungen vorzusorgen", so Vorstandschef Sascha Klaus. Vorangetrieben werden soll die Digitalisierung und das Geschäft mit Grünen Finanzierungen. Ein gutes Geschäft mit Immobilienkrediten meldet auch die Berliner Sparkasse.

Das Ergebnis vor Gewinnabführung und Steuern lag bei 117 Millionen Euro (Vorjahr: 73 Millionen Euro). Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken wurden 70 Millionen Euro zugeführt (Vorjahr: 50 Millionen Euro).

Neugeschäft: 67 Prozent der finanzierten Immobilien im Inland

Das Neugeschäftsvolumen des Vorjahres mit sechs Milliarden Euro hat die Berlin Hyp um 35 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro gesteigert. Auf Prolongationen entfielen 1,4 Milliarden Euro, das kontrahierte Neugeschäft lag bei 6,7 Milliarden Euro. 67 Prozent der finanzierten Objekte befinden sich im Inland.

Das gemeinsame Geschäft mit den Sparkassen war mit 1,5 Milliarden Euro so hoch wie 2016. Da s Konsortialgeschäft mit den Sparkassen wuchs 2017 um 300 Millionen Euro auf 1,4 Milliarden Euro. Insgesamt 116 Institute des Sparkassen-Verbunds haben sich über das Konsortialgeschäft und den ImmoSchuldschein an den Finanzierungen der Berlin Hyp beteiligt.

Positionierung am Green Bond Markt

Im Berichtsjahr hat die Bank nach eigenen Angaben auch die Positionierung am Green Bond Markt weiter gefestigt und hebt vor allem die Emission einer zehnjährigen grünen Senior Unsecured Anleihe in Höhe von 500 Millionen Euro hervor. Mit vier ausstehenden Anleihen im Benchmarkformat ist die Berlin Hyp nach eigenen Angaben der größte europäische Emittent aus der Gruppe der Geschäftsbanken.

Zum Jahresende betrug der Anteil der Green Building Finanzierungen zwölf Prozent. Die Bank hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis Ende 2020 ein Fünftel des Gesamtportfolios aus Grünen Finanzierungen bestehen wird.

Berlin Hyp treibt Digitalisierung weiter voran

Um ihre Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft zu sichern, hat die Berlin Hyp bereits 2016 die Zukunftsinitiative "berlinhyp21" initiiert. Die Initiative umfasst Maßnahmen in Richtung Digitalisierung.

>> Gero Bergmann, Vorstand der Berlin Hyp, im Interview zum Thema "Digitale Transformation"

Auch im Rahmen der strategischen Ressourcenplanung bereitet sich die Berlin Hyp auf die digitale Transformation vor. Das auf zehn Jahre angelegte Investitionsprogramm hat künftig benötigte Kapazitäten, die demografische Entwicklung und Know-how im Fokus. Die Beteiligung als Lead-Investor an BrickVest im September 2017 war laut Berlin-Hyp-Chef Klaus ein Meilenstein.

In den Digitalisierungsprojekten sind nach Unternehmensmitteilung mittlerweile mehr als 60 Prozent der Mitarbeiter eingebunden.

Berliner Sparkasse: Mehr Immobilienkredite

Dank guter Geschäfte mit der Immobilienfinanzierung und Konsumentenkrediten hat die Berliner Sparkasse 2017 ein Ergebnis etwa auf Vorjahresniveau erzielt. In der Bilanz steht ein Gewinn vor Steuern von 86 Millionen Euro, wie das Kreditinstitut mitteilt.

Bei gewerblichen Immobilienkrediten kamen Neugeschäfte für 3,3 Milliarden Euro hinzu, was einen Bestand von 8,8 Milliarden Euro ergab. Für private Baufinanzierungen wurden Kredite über 760 Millionen Euro ausgereicht, der Bestand wuchs damit auf 2,63 Milliarden Euro. 

Die Berliner Sparkasse ist aus der Landesbank Berlin hervorgegangen. 2013 wurde das Fonds- und Kapitalmarktgeschäft an die Dekabank verkauft. Die Berlin Hyp wurde ein eigenständiges Institut.

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Schlagworte zum Thema:  Immobilienfinanzierung, Bank

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