23.06.2016 | Projekt

Berlin: Flughafengebäude Tempelhof soll Kulturzentrum werden

Tempelhof: Herzstück des Kultur-Konzepts soll eine "Dachgalerie" auf dem 1,2 Kilometer langen Flughafendach werden.
Bild: Marc Tollas ⁄

Der Berliner Senat plant, das Bestandsgebäude auf dem Flughafen Tempelhof zu einem neuen Quartier für Kunst und Kultur zu entwickeln. Unter der Marke "Berlin Creative District" soll hier auch die Kreativwirtschaft untergebracht werden. Die ersten Arbeiten sollen 2017 starten. Für das Gesamtvorhaben sollen rund 28 Millionen Euro bereitgestellt werden.

"Wir werden den Ort mit seiner Geschichte angemessen würdigen, das Gebäude weiter für die Öffentlichkeit zugänglich machen und die Flächen kreativ, kulturell und wirtschaftlich nutzen", sagte Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD).

Es müsse eine Entwicklungsperspektive für das Gebäude geben, die über die Nutzung als Notunterkunft für Flüchtlinge hinausgehe. Das Flughafengebäude wurde zwischen 1936 und 1941 von den Nazis gebaut, doch im Zweiten Weltkrieg nicht fertiggestellt. Geflogen wurde dort von 1923 bis 2008. Seit 2015 sind in vier der sieben Flugzeug-Hangars bis zu 2.500 Flüchtlinge untergebracht.

Herzstück des Kultur-Konzepts soll eine "Dachgalerie" auf dem 1,2 Kilometer langen Flughafendach werden, von der sich ein Blick auf das ehemalige Flugfeld und die Stadt öffnen soll. Das soll von Ende 2017 an realisiert werden, so Geisel. Das Vorhaben "Öffnung des Flughafens Tempelhof-Tower THF" sei im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms (ZIP) des Bundes "Nationale Projekte des Städtebaus" ausgewählt worden. Ziel ist auch, den westlichen Kopfbau des Flughafens am Tempelhofer Damm bis 2018 barrierefrei zugänglich zu machen.

Zudem soll das Alliiertenmuseum von Zehlendorf nach Tempelhof in den Bereich von Hangar 7 und Kopfbau West umziehen. Der Bund will das mit 27 Millionen Euro finanzieren. Am Platz der Luftbrücke sind im Erdgeschoss ein Besucherzentrum und gastronomische Angebote geplant. 

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Schlagworte zum Thema:  Flughafeneröffnung, Projektentwicklung, Berlin

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