Der Berliner Senat hält daran fest, 6.000 neue Wohnungen im Bezirk Pankow bauen zu wollen. Nun kündigte die Bausenatorin Katrin Lompscher 4.000 weitere Wohnungen für das Baugebiet "Blankenburger Süden" an. Diese sollen angesichts der Wohnungsnot in der Stadt auch realisiert werden, sagte die Linken-Politikerin dem Inforadio vom rbb. Das stößt auf Widerstand seitens der Anwohner.

"Berlin hat schon jetzt ein Defizit von 77.000 Wohnungen, die seit 2013 zu wenig gebaut wurden, da können wir nicht mal eben auf zusätzliche Wohnungen verzichten", erklärte Lompscher der Berliner Morgenpost. Im Detail zeigte sie sich aber kompromissbereit.

-> Warum es deutlich mehr Wohnungen werden sollen als zunächst angekündigt, erklärt Katrin Lompscher im Interview mit der Berliner Morgenpost.

Dem Bericht zufolge will die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bis zum Jahr 2035 in der Nähe des S-Bahnhofes Blankenburg ehemalige Rieselfelder, Gewerbegebiete und Kleingartenkolonien bebauen. Neben Wohnungen sollen im neuen Stadtquartier "Blankenburger Süden" mehrere Schulstandorte und Gewerbestandorte entstehen.

CDU für stärkere politische Steuerung des Wohnungsneubaus

Nach Angaben der Senatsverwaltung waren auf der derzeit landwirtschaftlich genutzten Kernfläche zwar bislang nur 5.000 bis 6.000 Wohneinheiten geplant, für angrenzende Flächen sei jedoch angekündigt worden, dass man weitere Baupotenziale prüfen werde.

An der Baupolitik von Lompscher gab es im Vorfeld immer wieder Kritik. Kürzlich hatte die Berliner CDU eine "Lenkungsgruppe Wohnungsbau" in der Senatskanzlei beantragt.

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