| Energieeinsparung

Bericht: Regierung erwägt schärfere Energie-Vorschriften für Neubauten

Kommt bei Neubauten die Verpflichtung zum Einbau von dreifach verglasten Fenstern und isolierten Kellerdecken? Das wird in einem Entwurf des Bauministeriums für die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) in Erwägung gezogen, der der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

Über den Entwurf hatte zunächst die «tageszeitung» (taz) berichtet. Voraussetzung sei, dass die dreifach verglasten Fenster künftig günstiger angeboten werden als derzeit und somit die Vorgabe damit wirtschaftlich vertretbar sei. Wenn Hausbesitzer umweltfreundliche Heizungen einbauen, könnten sie im Gegenzug bei der Dämmung sparen. Das Ministerium betonte am Donnerstag, es gebe noch keinen abgestimmten Entwurf der Bundesregierung. "Die regierungsinterne Abstimmung der beteiligten Bundesressorts läuft zur Zeit", hieß es.

Da in Gebäuden bis zu 40 Prozent der Energie verbraucht wird, liegt hier ein enormes Einsparpotenzial. Sebastian Körber, baupolitischer Sprecher der FDP-Bundestagfraktion, warnte vor zu starken Verpflichtungen für Hausbauer. "Bei Neubauten sind die Spielräume für eine Verschärfung begrenzt, denn zu strenge Energieauflagen werden Investoren von eigentlichen sinnvollen Modernisierungsmaßnahmen abhalten." Dies schade am Ende den Zielen der Energieeinsparung und des Klimaschutzes statt ihnen zu nützen.

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