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Bauwirtschaft fordert mehr Investitionen von neuer Regierung

ZDB: "Verhältnis von Baukosten zu erzielbaren Mieten nicht rentabel"
Bild: Michael Bamberger

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) erwartet von der Politik für die kommende Legislaturperiode Korrekturen im Bereich des Wohnungsbaus. Auch bei der energetischen Gebäudesanierung sollte sich die Große Koalition zu einer steuerlichen Förderung durchringen, sagte ZDB-Präsident Hans-Hartwig Loewenstein.

Trotz steigender Neubautätigkeit fehle es besonders in den Ballungsgebieten an bezahlbaren Wohnungen, sagte ZDB-Präsident Hans-Hartwig Loewenstein. Aufgrund steigender baulicher Anforderungen an Neubauten und steigender Materialkosten könne der freie Wohnungsmarkt dieses Angebotsdefizit nicht aus eigener Kraft ausgleichen. "Das Verhältnis von Baukosten zu den in diesem Segment erzielbaren Mieten ist nicht rentabel", so Loewenstein. "Die Investoren brauchen hier als Ausgleich eine Erhöhung der Afa von zwei auf vier Prozent. Wir bedauern sehr, dass die Große Koalition den Empfehlungen ihrer Fachpolitiker an dieser Stelle nicht gefolgt ist."

Loewenstein kritisiert auch die geplanten Maßnahmen im Bereich der energetischen Gebäudesanierung: "Dass sich die Große Koalition auch hier nicht zu einer steuerlichen Förderung durchringen konnte, wird sich negativ auf das Sanierungsgeschehen auswirken." Die Mietpreisbremse tue ein Übriges. Zwar sollten die Mittel für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm erhöht werden, aber noch sei nicht bekannt bis zu welcher Höhe.

"Wir erwarten, dass wir wieder eine handlungsfähige Regierung bekommen", sagte Loewenstein. Das müsse auch für die Ressortzuständigkeit des bisherigen Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gelten.

Schlagworte zum Thema:  Bauwirtschaft, Immobiliendienstleister

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