Baustaatssekretärin: Bohle soll auf Adler folgen

Anne Katrin Bohle (58) hat am 25. März das Amt als Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat angetreten. Sie ist die einzige Staatssekretärin unter Horst Seehofer. Dieser hatte sie als Nachfolgerin von Gunther Adler vorgeschlagen.

Am vergangenen Mittwoch hat das Kabinett der Personalvorschlag zugestimmt.

"Anne Katrin Bohle ist eine ausgewiesene Kennerin ihres Fachs. Ich bin überzeugt, dass wir mit ihr die vielfältigen Maßnahmen zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum erfolgreich fortsetzen können." Bundesinnenminister Horst Seehofer

Bohle leitete seit 2009 die Abteilung für Stadtentwicklung und Denkmalpflege im Bauministerium von Nordrhein-Westfalen. Ab 2010 war die Juristin zudem Vorsitzende des Ausschusses für Bauen, Stadtentwicklung und Wohnen der Bauministerkonferenz.

Bohle ist die einzige Staatssekretärin im Seehofer-Ministerium

Wie das Bundesinnenministerium mitteilt, hat Bohle die Zuständigkeit für die Bereiche Stadtentwicklung, Wohnen und Bauwesen übernommen, die bisher von SPD-Politiker Gunther Adler betreut worden sind. Sie ist die bislang einzige Staatssekretärin im Innenministerium.

"Die Herausforderungen sind groß, die Fußstapfen sind groß und angesichts angespannter Märkte dürfen wir uns keinen Zeitverzug beim bezahlbaren Wohnen und Bauen mehr leisten." Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss

Adler, der 2014 aus dem nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium nach Berlin gewechselt war, wird Arbeitsdirektor der künftigen Autobahn-Gesellschaft des Bundes. Die Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen und andere Bundesfernstraßen (IGA) wurde 2018 als bundeseigene GmbH gegründet.

Seehofer hatte seinen Baustaatssekretär im Herbst 2018 gegen den ehemaligen Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen austauschen wollen. Nach Protesten aus der Immobilien- und Wohnungswirtschaft blieb er auf seinem Posten. Zwei Tage nach dem Wohngipfel 2018 im Kanzleramt hatten sich Seehofer, Kanzlerin Angela Merkel und Andrea Nahles (SPD) auf eine andere Lösung für Maaßen geeignet, und Adler durfte bleiben.

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