24.07.2013 | Baurecht

Strengere Regeln für das Bauen im Südwesten

im Südwesten gelten künftig beim Hausbau strengere Vorgaben.
Bild: MEV-Verlag, Germany

In Baden-Württemberg sollen die Vorgaben für Bauvorhaben ohne Baugenehmigung verschärft werden. Das Kenntnisgabeverfahren solle stark eingeschränkt werden, teilte die Staatssekretärin im Infrastrukturministerium, Gisela Splett (Grüne) in Stuttgart mit.

Es soll nur noch dann angewandt werden, wenn keinerlei Abweichungen vom Bebauungsplan vorgesehen sind. Bislang werde fast die Hälfte der Bauvorhaben über die bestehende Regelung abgewickelt, bei dem der Bauherr seine Pläne der Kommune nur zur Kenntnis geben muss. Nach der Novellierung der Landesbauordnung soll die Quote auf unter zehn Prozent sinken.

Ein Geschoss muss barrierefrei erreichbar sein 

Gleichzeitig werden mit der geplanten Gesetzesänderung auch auf die Themen alternde Gesellschaft sowie die sich verändernde Mobilität reagiert. So sollen künftig schon in neue Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein, berichtete Splett weiter. Außerdem müssten die Räume mit dem Rollstuhl zugänglich sein. Die entstehenden Zusatzkosten für den Bauherren seien verträglich, da in der Regel das Erdgeschoss davon betroffen sei. Die Anforderungen bestünden bislang nur bei Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen. Bei neuen Wohnhäusern sind in Zukunft auch Stellplätze für Fahrräder Pflicht.

Stellplatzpflicht nicht mehr zeitgemäß 

Änderungen sind auch bei der Stellplatzpflicht für Autos vorgesehen. Die Regelung ein Parkplatz je Wohnung sei nicht mehr zeitgemäß, sagte Splett. Davon könnten die Städte abrücken, wenn es notwendig sei. In Ballungsräumen verteuerten die bisherigen Stellplatzregelungen das Bauen.

Schlagworte zum Thema:  Hausbau, Baurecht, Gesetzesänderung, Barrierefreiheit

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