| Bericht

Baumarktkette Hellweg prüft Kauf von Max Bahr

Die insolvente Praktiker-Tochter Max Bahr ist im Fokus potenzieller Käufer
Bild: Max Bahr

Ein Konsortium um die Baumarktkette Hellweg zeigt der "Wirtschaftswoche" zufolge Interesse am Kauf des insolventen Konkurrenten Max Bahr. Danach sollen die Interessenten bereits am heutigen Montag (9.9.) dem vorläufigen Gläubigerausschuss der Praktiker-Tochter vorgestellt werden.

Hellweg war am Wochenende für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Zu dem Konsortium gehört dem Bericht zufolge auch das Wuppertaler Einkaufsbüro deutscher Eisenhändler (EDE). Außerdem werde der britische Baumarktkonzern Kingfisher ebenfalls als Interessent gehandelt.

Laut "Wirtschaftswoche" haben Hellweg und Praktiker ihren Einkauf zu Beginn des Jahres gebündelt. Die Unternehmerfamilie Trautwein, der EDE gehört, sei wiederum über die Etris-Bank einer der Kreditgeber, an die Max Bahr vor der Insolvenz als Sicherheit verpfändet wurde.

In der vergangenen Woche hatten die Insolvenzverwalter mitgeteilt, dass der angestrebte Verkauf von Praktiker als Ganzes oder in großen Teilen gescheitert ist. Die Kette verschwindet damit vom deutschen Markt. Max Bahr gilt als Perle des Konzerns. Unter dieser Bezeichnung werden insgesamt 132 Märkte geführt - 54 ehemalige Praktiker-Filialen waren erst in den vergangenen Monaten umgeflaggt worden.

Die operativen Praktiker-Gesellschaften und die Konzernholding mit insgesamt rund 9.000 Mitarbeitern hatten am 11. und 12. Juli Insolvenz beantragt. Die Tochter Max Bahr mit etwa 6.600 Beschäftigten folgte am 26. Juli.

Schlagworte zum Thema:  Insolvenz, Übernahme

Aktuell

Meistgelesen