30.04.2012 | Unternehmen

Baugeschäft bei Bilfinger Berger geht zurück

Die Instandhaltung von Industrieanlagen wird wichtiger
Bild: Bilfinger

Beim Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger wird das Baugeschäft in den kommenden Jahren weiter zurückgehen. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, wird sich dieses auf unter 20 Prozent des Umsatzes einpendeln.

Im Jahr 2011 lag der Umsatz bei rund 8,5 Milliarden Euro. Vorstandschef Roland Koch sagte dem Blatt: "Absolut werden wir bei 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro Umsatz im Ingenieurbau bleiben. Das ist die notwendige kritische Masse - auch um junge Leute dafür zu begeistern, bei uns anzufangen. Der Bauanteil wird aber bald unter den heutigen 20 Prozent liegen, weil der Rest des Unternehmens schneller wächst."

Die angekündigte Vernetzung der rund 500 Unternehmenstöchter und die geplante Namensänderung will sich der Konzern 15 Millionen Euro kosten lassen. "Das gesamte Strategieprogramm kostet 2012 und 2013 insgesamt 15 Millionen Euro für Vernetzung und Rebranding", sagte Koch dem Magazin.

Aus dem Konzernnamen Bilfinger Berger wird Berger gestrichen, alle Töchter stellen dann den Namen Bilfinger ihrem eigenen Namen voran.

Koch erneuerte die zuletzt genannten Rendite- und Umsatzziele bis zum Jahr 2016, auf die offenbar auch der neue Großaktionär, der schwedische Finanzinvestor Cevian Capital gedrängt hatte. "Es gibt mit unseren Kapitalinvestoren - ob sie nun 2, 5 oder 15 Prozent haben - ein Einverständnis über die strategischen Perspektiven des Unternehmens: die Verdoppelung des Ertrages hin zu Margen um die sechs Prozent bei einer 50-prozentigen Steigerung des Umsatzes", sagte Koch.

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