Auf dem Kleinen Grasbrook findet auch künftig hafenwirtschaftliche Nutzung statt Bild: Hosoya Schaefer Architects

Die Hamburger Regierung plant einen neuen Stadtteil mit 3.000 Wohnungen, Büros, Gewerbegebäuden, Forschungsstätten und Laboren mit insgesamt rund 880.000 Quadratmetern. Das neue Stadtquartier Grasbrook wird mit einer Fläche von rund 46 Hektar etwa ein Drittel so groß wie die Hafencity sein. Mit der Freimachung der Flächen und der Entwicklung der Infrastruktur kann möglicherweise 2019 begonnen werden.

Ein Drittel der Wohnungen soll öffentlich gefördert werden. Hamburg hatte auf dem Areal im Rahmen der Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2024 das Olympische Dorf geplant. Der Masterplan "OlympiaCity" für das 95 Hektar große Areal wurde 2015 auf der Expo Real vorgestellt. Technische Aspekte des Vorhabens seien dabei schon untersucht worden und könnten jetzt für die weitere Entwicklung der Stadt genutzt werden, wie die Stadt mitteilte. 

Der Stadtteil Grasbrook soll drei Quartiere umfassen: das Quartier Moldauhafen für Wohnbebauung, das gemischt genutzte Freihafenelbquartier sowie das Hafentorquartier, das gewerblichen Nutzungen vorbehalten ist.

Die Tschechische Republik und die Freie und Hansestadt Hamburg haben sich im Juni 2017 in Prag darauf verständigt, innerhalb der nächsten fünf Jahre die derzeit von der Tschechischen Republik gemietete Fläche im Bereich des Moldau- und Saalehafens mit einer im Bereich des Kuhwerder Hafens liegenden Fläche zu tauschen.

Der Unternehmensverband Hafen Hamburg, der Industrieverband Hamburg und die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation haben am 1. August einen Letter of Intent zur Nutzung der Flächen des Überseezentrums und der angrenzenden Flächen unterzeichnet. Die Fläche des Überseezentrums wird künftig in eine gemischte Nutzung für Wohnen und Arbeiten umgewidmet. Auf dem Kleinen Grasbrook findet auch künftig hafenwirtschaftliche Nutzung statt, der Mietvertrag mit Unikai wird verlängert.

Verantwortlich für die Entwicklung des neuen Stadtteils Grasbrook wird die stadteigene Hafencity Hamburg GmbH sein. Die planerischen Kompetenzen der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und der Behörde für Umwelt und Energie bleiben bestehen.

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