Frankfurt platzt aus allen Nähten und will an den Rändern wachsen – doch die Nachbargemeinden stellen sich quer Bild: mauritius images/Bernd Wittelsbach

Frankfurt am Main plant einen neuen Stadtteil an der Autobahn 5. Das Vorhaben stieß bereits bei der Nachbargemeinde Steinbach auf Ablehnung. Jetzt stellt sich auch der Bau- und Finanzausschuss von Oberursel mehrheitlich gegen das neue Quartier neben der Autobahn.

"Frankfurt würde damit ganz nah heranrutschen", sagte eine Sprecherin der Stadt Oberursel. Das Gelände für den neuen Stadtteil gehört der Stadt Frankfurt. Um dort zu bauen, muss aber der Regionale Flächennutzungsplan geändert werden. Dazu brauchen die Frankfurter die Unterstützung der Nachbarkommunen.

"Wir sind bereit, auf die Ideen anderer Kommunen einzugehen", sagte ein Sprecher des Frankfurter Planungsdezernats.


Das neue Viertel hätte eine Größe von 545 Hektar. Davon seien 190 Hektar Bauland, hatte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann bei der Vorstellung der Pläne gesagt. Angedacht ist der Bau von bis zu 12.000 neuen Wohnungen, um den Druck vom Frankfurter Wohnungsmarkt zu nehmen. Denn die Stadt wächst rasant. Nach Schätzungen werden im Jahr 2030 rund 810.000 Menschen in Frankfurt leben.

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Schlagworte zum Thema:  Stadtentwicklung, Autobahn, Wohnungsbau

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