Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown hat das Portfolio im ersten Halbjahr 2018 weiter aufgestockt. Verkauft wurde für 700 Millionen Euro, zugekauft für 1,4 Milliarden Euro – vor allem Büro- und Hotelimmobilien. Der Bestand ist damit seit Ende 2017 von 9,8 auf 11,9 Milliarden Euro gewachsen. Hatte sich Aroundtown bisher vor allem auf Deutschland und die Niederlande konzentriert, wurde nun erneut in Großbritannien (Hilton Hyde Park in London) investiert.

Auf London entfallen etwa vier Prozent des Gesamtportfolios, das inklusive der Mehrheitsbeteiligung an Grand Cits Properties 13 Milliarden Euro schwer ist. Aroundtown ist in den vergangenen Jahren massiv expandiert. Chef ist seit November 2014 der Israeli Shmuel Mayo (CEO).

Weitere Immobilien hat Aroundtown in den ersten sechs Monaten 2018 in Berlin, Frankfurt, München, Stuttgart, Utrecht und Rotterdam dazu gekauft. Da operative Ergebnis Funds from Operations (FFO) stieg um 46 Prozent auf 379 Millionen Euro. Die Mieteinnahmen erhöhten sich um 43 Prozent auf 291 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen mit Sitz in Luxemburg mitteilt. Der Überschuss erhöhte sich auch aufgrund einer höheren Bewertung des Portfolios um 25 Prozent auf 970 Millionen Euro.

Aroundtown unter den Top-Playern

Im ersten Quartal 2018 hatte Aroundtown das operative Ergebnis um 54 Prozent auf 91,2 Millionen Euro gesteigert. Der Nettogewinn lag bei 371 Millionen Euro, was nach Angaben des Unternehmens einem Wachstum um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach.

Aroundtown gehört zu den Top Five unter den Gewerbeimmobilienaktiengesellschaften. Der US-Investmentbank Goldman Sachs zufolge ist Aroundtown im deutschen Markt für Büroimmobilien ein Hauptprofiteur steigender Mieten.