| Unternehmen

Bilfinger Real Estate (künftig Apleona) managt Bilfinger-Immobilien

Bilfinger lässt seine Immobilien von der ehemeligen Tochter Bilfinger Real Estate (in Kürze unter Apelona firmierend) managen
Bild: Bilfinger

Bilfinger Real Estate (künftig Apleona) wurde von der früheren Konzernmutter Bilfinger SE mit dem Management des weltweiten Immobilienbestands mit 250 Objekten und rund 800.000 Quadratmetern Mietfläche beauftragt. Bilfinger hatte das Tochterunternehmen vor kurzem an EQT veräußert – der Verkauf sorgte im dritten Quartal 2016 für einen Gewinn von 457 Millionen Euro. Ansonsten laufen die Geschäfte des Mannheimer Konzerns derzeit eher zäh.

Bilfinger Real Estate wird dem Konzern bei der wertsteigernden Nutzung der Immobilien beratend zur Seite stehen. Außerdem soll das dem schwedischen Finanzinvestor EQT gehörende Unternehmen, das in Kürze unter dem Namen Apleona firmieren wird, die Vermietungsaktivitäten für die deutschen Objekte und die Flächen, die Bilfinger in Immobilien Dritter nutzt, koordinieren.

Der Bilfinger-Konzern indessen hält zwar an den Zielen für 2016 fest, wegen geringerer Kosten verbesserte sich das operative Ergebnis, doch der Umsatz sackte ab. Auftragsbestand und Auftragseingang, die auf die künftige Entwicklung schließen lassen, gingen um 19 beziehungsweise fünf Prozent zurück. Das Industriegeschäft verbuchte im dritten Quartal nach einer langen Talfahrt wieder einen leichten Zuwachs.

Im Februar 2017 will der neue Konzernchef Tom Blades eine neue Strategie vorstellen. Es werde vermutlich zu weiteren Stellenstreichungen kommen, die Rahmenbedingungen blieben "herausfordernd". Mit dem milliardenschweren Verkauf der profitablen Bau- und Gebäudedienste an EQT und der Rück-Integration der zuvor zum Verkauf gestellten Kraftwerksdienste hatte der MDax-Konzern zuletzt wichtige Weichen gestellt. Das Kraftwerksgeschäft will Blades nun selbst sanieren oder in Teilen ebenfalls verkaufen.

Den Ausblick für 2016 bestätigte Blades. Die Leistung dürfte im Vergleich zum Vorjahr "deutlich" auf rund 4,1 Milliarden Euro sinken. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) soll sich aber "deutlich" verbessern.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienunternehmen, Umsatz, Gewinn, Verkauf

Aktuell

Meistgelesen