02.01.2013 | Deal

Anlieger verkaufen Immobilien an Fraport

Der Fluglärm treibt viele Anwohner zum Verkauf ihrer Immobilien
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Sie flüchten vor dem Fluglärm: Seit vor rund einem Jahr die neue Nordwest-Landebahn am Frankfurter Flughafen eröffnet wurde, haben bereits 132 Anwohner ihre Immobilie an die Fraport AG verkauft. Nach Angaben des Unternehmens liegen 219 weitere Anträge auf Verkauf vor.

Bislang sind rund 26 Millionen Euro für Häuser und Wohnungen ausgegeben worden. Die gekauften Häuser vermietet Fraport weiter. Der Leerstand beträgt nach Unternehmensangaben rund zehn Prozent. Die meisten Immobilien werden neu bezogen, etwa jede Fünfte werde an den alten Besitzer zurückvermietet. Gehandelt werde mit den erworbenen Häusern und Wohnungen nicht.

Jeder Eigentümer, dessen Immobilie die Voraussetzungen erfüllt, könne sein Haus oder seine Wohnung an Fraport verkaufen, sagte Fraport-Sprecher Dieter Hulick. Eine Obergrenze zur Finanzierung habe das Unternehmen nicht. "Es ist nicht so, dass der Topf irgendwann leer ist." Das häufig erwähnte Budget des Casa-Programms von mehr als 100 Millionen Euro sei lediglich ein Schätzwert.

Ein Verkaufsrecht wird Hausbesitzern eingeräumt, die ihre Immobilie vor dem 10.6.2002 erstanden haben. Von diesem Tag an sei der Bau der neuen Landebahn vorhersehbar gewesen. Je Immobilie investiert Fraport nach eigenen Angaben durchschnittlich 200.000 Euro.

Schlagworte zum Thema:  Wohnimmobilien

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