Adler-Chef Arndt Krieben will sich künftig auf das Bestandsmanagement als Kerngeschäft konzentrieren Bild: Adler Real Estate

Die börsennotierte Wohnungsgesellschaft Adler Real Estate hat ihre Privatisierungstochter, die Accentro Real Estate AG, verkauft. Käufer ist ein von Vestigo Capital Advisors gemanagter Fonds, der zunächst 82 Prozent der Accentro-Aktien übernimmt – darunter Wandelschuldverschreibungen. Der Kaufpreis beträgt insgesamt rund 180 Millionen Euro.

Die Vereinbarung sieht eine Anzahlung des Käufers bei Vertragsabschluss und die Zahlung weiterer Tranchen im Verlauf der kommenden 13 Monate vor. Zudem hat die Adler Real Estate AG die Option, einen weiteren Anteil in Höhe von bis zu sechs Prozent an Accentro an den Fonds zu verkaufen. Die Transaktion soll spätestens Ende November abgeschlossen werden. Die restlichen Accentro-Aktionäre werden ein Übernahmeangebot erhalten.

Adler will sich künftig nach Angaben von CEO Arndt Krienen auf das Bestandsgeschäft konzentrieren und keinen Immobilienhandel mehr betreiben.

Adler hatte Accentro (ehemals Estavis) 2014 für 108 Millionen Euro gekauft. Damit liegt der Wertzuwachs des Unternehmen bei etwa 70 Millionen Euro. Die Einnahmen aus dem Verkauf will Adler zum Abbau der Schuldenquote auf unter 55 Prozent oder für Zukäufe nutzen. Nach Angaben des Konzern stärkt der Deal das Eigenkapital um 45 Millionen Euro.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienunternehmen, Wohnungsunternehmen

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