02.08.2012 | Baukonzern

ACS verpfändet mehr als die Hälfte der eigenen Hochtief-Aktien

Die Nettoschulden von ACS belaufen sich auf 10,5 Milliarden Euro
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Hochtief-Großaktionär ACS hat den größten Teil seines Anteils am deutschen Baukonzern verpfändet. Als Pfand seien rund 30 Prozent der Aktien an die spanische Großbank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria S.A. (BBVA) gegangen, teilte Hochtief mit.

Der spanische ACS-Konzern sitzt seit Jahren auf einem riesigen Schuldenberg, der durch die Übernahme von Hochtief noch größer geworden ist. ACS kontrolliert derzeit gut 54 Prozent an Hochtief, davon gehören 4,2 Prozent dem Essener Unternehmen selbst. Im vergangenen Jahr hatte der spanische Konkurrent nach einem Abwehrkampf der Essener die Mehrheit an Hochtief übernommen. Insgesamt legten die Spanier für das Hochtief-Aktienpaket nach Schätzung von Experten rund 2,6 Milliarden Euro auf den Tisch. Seit der Mehrheitsübernahme durch ACS hat der vor allem durch Probleme bei der australischen Tochter Leighton tief in die Verlustzone gerutschte Essener Baukonzern auf die Zahlung einer Dividende verzichtet. Auch in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres hatte Hochtief weiter rote Zahlen geschrieben. Nach dem jüngsten Quartalsbericht waren die Nettoschulden von ACS in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 19,2 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro gestiegen.

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