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Abkehr vom Bau lässt Bilfinger Kurs halten

Die Dienstleistungsgeschäfte laufen gut bei Bilfinger
Bild: Bilfinger

Der Bau-Dienstleister Bilfinger bleibt aus Sicht von Analysten auf Kurs. Die Abkehr vom wenig einträglichen Baugeschäft und der Ausbau der Dienstleistungen macht sich für die Mannheimer bezahlt. Konzernchef Roland Koch trimmt den Konzern zum Dienstleister.

Das Baugeschäft schrumpft seit Jahren. Das Dienstleistungsgeschäft soll durch Zukäufe weiter gestärkt werden. Auch hier erhoffen sich Analysten nach den jüngsten Schritten weitere Neuigkeiten. Die Kasse ist mit rund einer Milliarde Euro gut gefüllt. Bilfinger legt an diesem Mittwoch (14. November) den Quartalsbericht vor.

Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Freitag befragten Analysten rechnen für das dritte Quartal im Schnitt mit einem stabilen Umsatz von rund 2,1 Milliarden Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gehen sie von einem leichten Rückgang um vier Prozent auf 93 Millionen Euro aus. Unter dem Strich dürften die Mannheimer einen Gewinn von 58 (Vorjahreszeitraum: 60) Millionen Euro ausweisen.

Bilfinger macht inzwischen mehr als 80 Prozent des Geschäfts mit Dienstleistungen. Das weniger lukrative Baugeschäft wurde in den vergangenen Jahren schrittweise zurückgefahren. Auch künftig will der seit Sommer 2011 amtierende Konzernchef Koch diesen Zweig durch Zukäufe stärken. Bis 2016 will er die Leistung um die Hälfte auf elf bis zwölf Milliarden Euro erhöhen und gleichzeitig den Gewinn mit rund 400 Millionen Euro verdoppeln. Das organische Leistungswachstum solle bei drei bis fünf Prozent pro Jahr liegen. Koch hatte bei Vorlage des Berichts zum ersten Halbjahr die Prognosen für das Gesamtjahr konkretisiert. Gewinn und operatives Ergebnis dürften deutlich steigen. 2012 rechnet Koch mit einer Leistung von mindestens 8,4 Milliarden Euro nach 8,5 Milliarden ein Jahr zuvor. Beim EBITA sei durch Veräußerungsgewinne mit einem deutlichen Anstieg auf 450 bis 470 (Vorjahr: 397) Millionen Euro zu rechnen. Der Gewinn werde mit 265 bis 275 Millionen Euro erheblich über dem Ergebnis aus fortzuführenden Aktivitäten im Vorjahr mit 220 Millionen Euro liegen.

Schlagworte zum Thema:  Bauunternehmen, Dienstleistungsunternehmen, Immobiliendienstleister

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