12.09.2013 | Stadtentwicklung

Ab 2016 entstehen 1.700 Wohnungen auf Tempelhofer Feld

Auf dem Tempelhofer Feld entsteht Wohnraum: Der Freizeitaspekt soll aber erhalten bleiben
Bild: Christa Nöhren ⁄

Am westlichen Rand des Tempelhofer Feldes in Berlin sollen ab dem Jahr 2016 etwa 1.700 neue Wohnungen entstehen. Das sagte Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) am Donnerstag. Dabei werde die Hälfte der Wohnungen für mittlere und untere Einkommensgruppen bezahlbar sein.

Das bedeute Nettokaltmieten zwischen sechs und acht Euro pro Quadratmeter, so Müller. Gebaut werde zusammen mit den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Degewo sowie Stadt und Land und Baugenossenschaften. Später sollen auch am Süd- und am Ostrand des Feldes Wohnungen entstehen.

Eine etwa 230 Hektar große Freifläche in der Mitte des Feldes werde für Erholung, Freizeit und Sport bestehen bleiben, betonte Müller. "Mit mir wird es eine Bebauung dieser 230 Hektar nicht geben." Es sei aber wichtig, dass Berlin als wachsende Stadt auch in guten Innenstadtlagen weiter Wohnungen anbiete.

Berlins Bevölkerung soll bis zum Jahr 2030 um rund 250.000 Menschen wachsen. Jedes Jahr braucht Berlin laut Müller 10.000 neue Wohnungen.

Über die Architektur der Wohnungen auf dem ehemaligen Flughafen-Areal könne noch diskutiert werden, so Müller. "Man muss nicht Hochhäuser bauen, man muss nicht das Feld anknabbern", sagte er auch an die Bürgerinitiative "100% Tempelhofer Feld" gewandt.

"Wir wollen keine Luxuswohnungen bauen", betonten Vertreter der Wohnungsbaugesellschaften. Degewo-Vorstand Frank Bielka bezeichnete die städtischen Gesellschaften vielmehr als Garanten für bezahlbare Mieten. Das sei aber nur mit Wohnungsbauförderung des Landes möglich.

Während etwa die Hälfte der Wohnungen beispielsweise an Mieter mit Wohnberechtigungsschein vergeben werden soll, wird die zweite Hälfte allerdings wohl deutlich teurer. Hier seien zum Ausgleich Mieten um die zehn Euro pro Quadratmeter zu erwarten, sagte Müller.

Schlagworte zum Thema:  Stadtentwicklung

Aktuell

Meistgelesen