26.09.2016 | Unternehmen

Aareal Bank plant weitere Übernahmen und warnt vor Immobilienblase

Die Aareal Bank will weiter wachsen und sich auf den US-Markt konzentrieren
Bild: Aareal Bank

Der Gewerbeimmobilienfinanzierer Aareal Bank will weitere Unternehmen kaufen. "Wir gehen davon aus, dass wir den einen oder anderen Zukauf machen", sagte Vorstandschef Hermann Merkens dem "Handelsblatt". Konkret stehe nichts an, man könne sich aber vorstellen, vor allem das Dienstleistungsgeschäft mit der Wohnwirtschaft auszubauen.

Das im MDax notierte Institut war in den vergangenen zwei Jahren durch die Zukäufe der Konkurrenten Corealcredit und Westimmo bereits gewachsen.

Außerdem warnte Merkens, der die Führung des Unternehmens vor etwa einem Jahr übernommen hatte, erneut vor einer Immobilienblase in Deutschland. Mittlerweile würden Immobilien mit einem Kreditanteil von 80 bis 90 Prozent gekauft. Verändere sich die Zinslandschaft, werde das auch den Wert einer Immobilie negativ beeinflussen.

Nicht nur am Gewerbeimmobilienmarkt, auch am Häusermarkt gibt es Warnungen vor einer Überhitzung.

Hier will die Aareal Bank die Reißleine ziehen und zieht es in Betracht, stattdessen das Finanzierungsgeschäft in den USA auszubauen. Zugleich kündigte Merkens an, trotz üppiger Dividendenversprechen weiter Kapital aufbauen zu wollen. Damit wies er zugleich die Kritik einiger Analysten zurück, die sein Haus für überkapitalisiert halten. Die vergleichsweise hohe Kapitalquote passe zur Strategie.

Schlagworte zum Thema:  Übernahme, Immobilienbank, Immobilienblase, Immobilienfinanzierer

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