22.11.2012 | Bundestag

9,5 Billionen Euro Immobilienvermögen in Deutschland

50 Prozent des Vermögens privater deutscher Haushalte ist in Immobilien investiert
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das Immobilienvermögen in Deutschland beträgt zurzeit 9,5 Billionen Euro. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrem Bericht über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland. Danach ist etwa die Hälfte des Vermögens der privaten Haushalte in Immobilien investiert.

Den Bericht hat die Regierung als Unterrichtung (17/11200) vorgelegt. Von der Verwendung des Bruttoinlandsprodukts seien im Jahr 2011 rund 560 Milliarden Euro oder 22 Prozent auf Immobilien entfallen.

Das seien zum einen Hochbauinvestitionen und zum anderen Konsumausgaben der privaten Haushalte für das Wohnen. Für die privaten Haushalte sind laut Bericht die Ausgaben für das Wohnen der größte Einzelposten ihrer Konsumausgaben. Im Jahr 2011 hätten die privaten Haushalte 338 Milliarden Euro oder knapp ein Viertel der Konsumausgaben dafür ausgegeben.

Die Hochbauinvestitionen hätten im Jahr 2011 mit insgesamt 217 Milliarden Euro acht Prozent der wirtschaftlichen Gesamtleistung und knapp die Hälfte der gesamten Bruttoanlageinvestitionen erreicht, heißt es weiter. Rechne man zu den Bauinvestitionen auch Reparaturen und Instandsetzung hinzu, ergebe sich das Bauvolumen. Das Hochbauvolumen habe in 2010 bei 241 Milliarden Euro gelegen. Seit dem Jahr 2005 sei das Hochbauvolumen mit Ausnahme des Rezessionsjahres 2009 stetig gestiegen und habe in 2010 um elf Prozent über dem Niveau von 2005 gelegen.

In dieser Zeit hätte sich die Lage auf den Wohnungs- und Immobilienmärkten vieler Städte und Regionen in Deutschland spürbar verändert, schreibt die Regierung in ihrem Bericht. Im ersten Jahrzehnt hätten größere Preis- und Mietsteigerungen noch eher eine Ausnahme dargestellt, die sich im Wesentlichen auf wenige für ihre engen Wohnungsmärkte bekannten Großstädte beschränkten. Aktuell zeichnen sich in einer zunehmenden Zahl von Städten und Regionen Wohnungsmarktengpässe ab.

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