| EVIC-Investorenumfrage

53 Prozent der institutionellen Anleger setzen auf Wohnimmobilien

Rund 80 Prozent der Befragten erwarten bei indirekten Investitionen eine Mietrendite zwischen 3,5 und fünf Prozent.
Bild: Andreas Hermsdorf ⁄

Trotz stark sinkender Anfangsrenditen bleibt der deutsche Wohnimmobilienmarkt im Fokus institutioneller Anleger. Das geht aus einer Umfrage von Rueckerconsult im Auftrag von Engel & Völkers Investment Consulting hervor, die am ersten Tag der Expo Real veröffentlicht wurde. Danach wollen rund 53 Prozent der Befragten ihren Wohnimmobilienanteil im Portfolio in den nächsten zwölf bis 18 Monaten weiter erhöhen.

Mehr als 60 Prozent der Investoren wollen dabei bis zu 100 Millionen Euro in Wohnimmobilien anlegen. Mit jeweils 35 Prozent werden Wohnimmobilien in A- und B-Standorten gleich stark nachgefragt, und in C-Städten (unter 100.000 Einwohnern) wollen immerhin noch 23 Prozent der Umfrageteilnehmer investieren.

Gefragt nach den erwarteten Mietsteigerungen für Wohnimmobilien sehen die Interviewpartner das höchste Potenzial immer noch in den deutschen A-Standorten. Dort rechnen sie mit 3,4 Prozent Steigerungspotenzial pro Jahr, in B-Standorten mit 2,9 Prozent und in C-Standorten mit 1,6 Prozent. Bei der Entwicklung der Kaufpreise von Wohnimmobilien rechnen die Experten bei A- und B-Standorten überwiegend mit weiter steigenden Preisen (66 Prozent und 63 Prozent) oder stabilen Preisen (26 Prozent und 29 Prozent). In C-Städten gehen 24 Prozent der Befragten von steigenden Preisen aus, 47 Prozent glauben, dass die Preise dort stabil bleiben, und 19 Prozent prognostizieren sogar sinkende Kaufpreise für Wohnimmobilien in C-Städten.

Einigkeit bei der Renditeerwartung

Bei der Frage nach der Art der Wohnungen, in die investiert werden soll, zeichnet sich ein breites Spektrum ab. Rund 14 Prozent wollen künftig in Wohnungen im unteren Preissegment investieren, etwa 31 Prozent im mittleren Preissegment und 14 Prozent im oberen Preissegment. Elf Prozent der Investoren sehen Studentenwohnhäuser und acht Prozent Pflegeheime als künftige Investitionsmöglichkeiten.

Einigkeit besteht unter den Umfrageteilnehmern bei der Renditeerwartung. Rund 80 Prozent der Befragten erwarten bei indirekten Investitionen eine Mietrendite zwischen 3,5 und fünf Prozent. Die gleiche Renditeerwartung haben 57 Prozent bei direkten Investitionen. Auffallend ist, dass sich bei direkten Investitionen auch jeweils 14 Prozent entweder mit einer Rendite von weniger als drei Prozent zufriedengeben oder sogar zwischen 5,5 und 7 Prozent Mietrendite erwarten.

Mietpreisbremse kein Investitionshindernis

Auf den ersten Blick überraschend ist die Antwort der Befragten nach dem Einfluss der Mietpreisbremse auf ihre Investitionen in Wohnimmobilien. Rund 70 Prozent der Interviewpartner sagen aus, dass die Mietpreisbremse keinen Einfluss auf ihre Investitionsentscheidungen habe, 13 Prozent planen, weniger in Wohnimmobilien zu investieren, während elf Prozent sogar mehr investieren wollen.

Betrachte man allerdings die erwarteten Mietsteigerungen nach A-, B- und C-Standorten, so analysiert EVIC, dann werde deutlich, dass viele Investoren ihren gesetzlich erlaubten Anpassungsrahmen bei ihren Mietsteigerungserwartungen nicht voll einkalkulierten.

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Schlagworte zum Thema:  Investor, Wohnimmobilien, Expo Real

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