03.11.2015 | Bericht

177 Kommunen fehlt Mietspiegel für Mietpreisbremse

Ohne Mietspiegel ist es mit viel Aufwand verbunden, die ortsübliche Vergleichsmiete herauszufinden
Bild: Tim Reckmann ⁄

75 Prozent der Städte, die bisher die Mietpreisbremse eingeführt haben, haben laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" keinen Mietspiegel. Damit fehle 177 Kommunen die Grundlage, um das Gesetz umzusetzen. Nur 62 Gemeinden in Deutschland haben der Zeitung zufolge auch einen entsprechenden Mietspiegel.

Für Mieter und Vermieter ist es ohne Mietspiegel mit viel Aufwand verbunden, die ortsübliche Vergleichsmiete herauszufinden. Der Immobilien-Ökonom Steffen Sebastian von der Universität Regensburg sagte der Zeitung: "De facto läuft die Mietpreisbremse ohne Mietspiegel ins Leere."

Die Bundesländer können seit dem 1. Juni die Mietpreisbremse in Gebieten mit "angespanntem Wohnungsmarkt" einführen. Bisher haben das sechs Länder getan.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe verhandelt am 4. November über eine Rechtsverordnung des Landes Berlin, wonach die Monatsmiete in einem laufenden Mietvertrag innerhalb von drei Jahren höchstens um 15 Prozent steigen darf. Ein Vermieter hat dagegen geklagt (Az.: VIII ZR 217/14).

Schlagworte zum Thema:  Mietpreisbremse, Mietspiegel

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