29.11.2016 | Serie Immobilien-Apps

Das Smartphone als Schweizer Taschenmesser

Serienelemente
Unter anderem in der Werkzeugapp: eine Wasserwaage.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Um zum MacGyver der Neuzeit zu werden, bedarf es keiner ausgefeilten Tricks oder unglaublicher Finesse – ein Smartphone genügt, um dutzende Aufgaben zu erledigen, für die normalerweise ein Werkzeugkoffer nötig wäre. Mit der App „Intelligente Werkzeuge“ kann sich der moderne Bastler 38 Funktionen auf einen Schlag herunterladen. Aber: Ist das auch alltagstauglich?

Was die Werkzeugapp kann

Die „ultimative Werkzeug- App“ – wie sie vom Hersteller vollmundig beworben wird – ist zunächst ein Programm für Android-Smartphones und -Tablets. Hohe Einstiegsanforderungen gibt es nicht. Bereits ab der Android- Versionsnummer drei können Sie die App herunterladen und installieren (zum Vergleich: aktuell ist die Versionsnummer sieben), um die 38 Werkzeuge nutzen zu können.

Trotz des gewaltigen Funktionsumfangs ist die App kostenlos. Allerdings gibt es beim Start immer wieder bildschirmfüllende Werbebanner, die jedoch schnell weggeklickt sind. Wer davon dennoch genug hat, kann für zwei Dollar über Amazon die Pro-Version kaufen und ist damit jedes Banner in der App los. Tatsächlich bietet „Intelligente Werkzeuge“ mehr Tools, als wir hier aufzählen können. Trotzdem wirkt der Startbildschirm, der alle Anwendungen mit einem Symbol auflistet, sehr aufgeräumt und übersichtlich.

Viele Einstellungsmöglichkeiten gibt es zunächst nicht. Lediglich kleine Details wie die Wahl zwischen dem metrischen und dem angloamerikanischen Einheitensystem müssen festgelegt werden. Der Funktionsumfang reicht von einer Wasserwaage und einem Nachtsichtgerät über einen Metalldetektor bis hin zu einem Metronom. Sicherlich ist nicht jede Funktion etwas für jedermann. Trotzdem finden sich für viele Situationen passende Anwendungen. Da wäre zum einen der Entfernungsmesser, der binnen Sekunden brauchbare Ergebnisse liefert.

Über die Smartphonekamera können, wie mit einem Zollstock, Entfernungen gemessen werden. Zwar sind die Ergebnisse nicht auf den Zentimeter genau, aber insgesamt erstaunlich akkurat, wenn das Ziel nicht mehr als zehn Meter entfernt ist. Allerdings funktionieren nicht alle Werkzeuge von Haus aus. So benötigen das Thermometer und der Luxmesser einen speziellen Sensor, den die meisten Smartphones nicht besitzen. Andere Anwendungen, wie beispielsweise die Stoppuhr, sind mehr oder weniger trivial, da sie jedes Smartphone von Haus aus mitbringt. Und wieder andere, wie die Hundepfeife, sind kaum mehr als Spielzeuge.

Kann die Smartphone-App überzeugen?

Bei Weitem nicht alle Anwendungen der App überzeugen. Vermutlich ist für die meisten Nutzer nur die Hälfte der Funktionen überhaupt relevant. Aber selbst wenn das zutrifft, bleiben mehr als ein Dutzend vielseitiger Miniprogramme. Insgesamt sind es die kleinen praktischen Funktionen wie der Kompass, das Lineal, der Winkelmesser oder die Lupe, die „Intelligente Werkzeuge“ tatsächlich für den Alltag qualifizieren. Nur schneiden und sägen können Sie mit der kleinen App nicht. Noch nicht.

 

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Schlagworte zum Thema:  Immobilien-App, Immobilien-Software, Online-Medien, Smartphone, Tablet-Computer

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