22.08.2011 | Verwalter

Wohnungsbaugenehmigungen steigen um fast 30 Prozent

Der Aufschwung beim Wohnungsneubau in Deutschland setzt sich weiter fort. Das Statistische Bundesamt meldet für das erste Halbjahr 2011 fast 30 Prozent neu genehmigte Wohnungen.

Vom Anstieg profitierte in den ersten sechs Monaten vor allem der Bau von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.In diesem Segment legten die Genehmigungen um 30,2 Prozent auf 37.754 Wohnungen zu.Insgesamt wurden rund 95.000 Wohnungen neu genehmigt.

„Der starke Anstieg der Baugenehmigungen gegenüber dem Vorjahr zeigt, dass der Wendepunkt beim Wohnungsbau nachhaltig erreicht ist“, kommentiert Jürgen Michael Schick, Vizepräsident und Bundespressesprecher des Immobilienverbandes IVD die Zahlen.

2010 waren 6,8 Prozent mehr Wohnungen genehmigt worden als noch 2009. Wenn sich dieser positive Trend fortsetzt und tatsächlich alle genehmigten Wohnungen auch errichtet werden, könnte am Jahresende der Richtwert für den Bedarf an neuen Wohnungen erreicht werden.

Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung sind dafür in den Jahren 2010 bis 2015 jährlich 193.000 neue Wohnungen nötig. Dass dies jedoch nicht zwangsläufig eintreten muss, zeigt eine Analyse des Center for Real Estate Studies für das Jahr 2010. Zwar wurden vergangenes Jahr rund 143.000 Wohnungen fertig gestellt. Im Gegenzug verschwanden jedoch auch 27.500 Wohnungen durch Abriss und Umnutzungen vom Markt, so dass in Summe der Wohnungsbestand nur um rund 115.000 Wohnungen gewachsen war.

 

 

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