Wie Daten in der Immobilienbranche neue Werte schaffen

Künstliche Intelligenz, Datenmanagement, virtuelle Gebäudezwillinge – dass PropTechs mehr können als Mietverträge verwalten oder Marketing-Tools zur Verfügung zu stellen, beweist Convaron. Das in Berlin ansässige Startup hilft Immobilienbesitzern dabei, neue Potenziale zu erschließen.

Daten sind die Basis wirtschaftlicher Entscheidungen. Jeden Tag entstehen geschätzt 2,5 Quintillionen Bytes an Daten weltweit. Im Jahr 2025 wird die Menge digitaler Daten voraussichtlich auf 175 Zettabyte ansteigen. Aber was ist mit den Daten, die noch nicht digitalisiert sind? Wie können Unternehmen diese Daten für sich nutzen, wenn sie noch nicht einmal in digitaler Form vorliegen? 

So verhält es sich etwa mit Grundrissplänen. Die meisten Bestandshalter sind sich noch gar nicht bewusst, welcher Datenschatz in ihren Kellern ruht. Auf Papier oder Mikrofilm gebannt sind sie wirtschaftlich nicht verwertbar. Diese Pläne vom Menschen verarbeiten zu lassen, dauert nicht nur lange, die Fehlerquote wäre auch zu hoch. Um dieses Problem zu lösen, bietet sich die Königsdisziplin der Digitaltechnologien an: künstliche Intelligenz. Das PropTech-Startup Convaron aus Berlin hat eine solche künstliche Intelligenz (kurz: KI) entwickelt, die es auch bei umfangreichen Immobilienportfolios möglich macht, neue Erkenntnisse über die Beschaffenheit der Bestände zu erlangen. 

Was ist künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz bezeichnet eine spezielle Form von Algorithmen, die ähnliche Fähigkeiten wie die menschliche Intelligenz entwickeln können. Bei Convaron ist dies ein besonderer Bilderkennungsalgorithmus, der in kürzester Zeit Tausende an Grundrissplänen auslesen kann. „Die Algorithmen, die bei uns zum Einsatz kommen, fallen in die Kategorie ´Convolutional Neural Network`, zu Deutsch: neuronale Netze. Diese Form der KI besteht aus unzähligen Schichten. In diese Schichten sind Filter eingebettet, die bestimmte Merkmale erkennen. In unserem Fall etwa, ob der Grundrissplan eine Tür zeigt oder ein Fenster“, so Tim Meger-Guingamp, CEO und Mitgründer bei Convaron.

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Tim Meger-Guingamp, CEO und Co-Gründer bei Convaron

Welche Chancen bietet KI im Immobilienmanagement?

Wohnraum in Städten wird immer wertvoller. Der Wandel von Klima und Demografie, bei gleichzeitigem Mangel an Bauland, erhöht die Ansprüche an die Branche. Immobilien müssen nachhaltiger bewirtschaftet werden, dazu gehört etwa auch, den Energieverbrauch zu senken. 

Um dieses Ziel zu erreichen, werden belastbare Daten benötigt. „Mithilfe unserer KI können wir zum ersten Mal sehen, wie Immobilien tatsächlich beschaffen sind“, weiß Meger-Guingamp, der 2015 mit Alexander Dolokov Convaron gründete. Die KI ist das Ergebnis von Dolokovs Abschlussarbeit an der TU Berlin: „Der große Nutzen unserer Anwendung liegt darin, entlang des gesamten Immobilienlebenszyklus datenbasierte Entscheidungen treffen zu können.“ Etwa im Falle von Modernisierungen, wenn Fenster oder Türen ausgetauscht werden müssen. 

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Nutzen Sie die Vorteile der Digitalisierung und schaffen Sie neue Werte.

Bis heute hat Convaron über 70.000 Grundrisse digitalisiert und ausgewertet. Die Daten werden in einem Kundenportal so aufbereitet, dass Immobilienverwalter, Asset-, Facility- und Projektmanager jederzeit darauf zugreifen oder sie ins eigene ERP-System übertragen können. Neue Werte schaffen und bereits Vorhandenes besser nutzen, das sind die hohen Ziele, die man sich bei Convaron gesteckt hat. „Die Chancen der Digitalisierung werden aus meiner Sicht noch nicht voll ausgeschöpft“, so Meger-Guingamp. „Convaron sieht sich als Enabler und starker Partner der Branche, der einen entscheidenden Beitrag zur Digitalisierung von Immobilien leistet.“

Besuchen Sie uns auf der Expo Real 2019 in München vom 7. bis 9. Oktober. Sie finden uns in Halle A3, Stand 240. Wir freuen uns auf Sie.

www.convaron.com

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