02.05.2013 | Top-Thema Verwalter- und Maklersoftware

Was taugen Apps?

Kapitel
Immobilienscout24 bietet sogar mehrere Apps an, die speziell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind.
Bild: robert s/shutterstock.com

Auch wenn Internetanwendungen bei Maklersoftware mehr und mehr zum Standard werden – über die Möglichkeiten, Daten auf externen Servern zu speichern, die sogenannte Cloud, gehen die Meinungen bei den Maklern auseinander.

„Eine Gruppe findet Mietmodelle super, um feste Kosten zu haben. Die anderen wollen lieber kaufen und am liebsten lokal bei sich gespeichert haben“, beobachtet Drissler. Er sieht den Weg dennoch klar in Richtung Cloud vorgezeichnet. Götz Schlegel vom Leipziger Softwareunternehmen i-fabrik ist hingegen skeptisch: „Was passiert bei einem finanziellen Engpass? Eine nicht bezahlte Rechnung führt zum Abschalten der Daten in der Cloud“, gibt er zu bedenken. Ein weiterer viel diskutierter Trend sind Apps, also kleine Programme für Mobiltelefone oder Tablets. Als einer der wenigen Anbieter setzt Immoscout24 auf solche Apps. Mit einer neuen Version der Immoscout24-App für das iPhone können Makler neue Mietwohnungen direkt anlegen und bei bestehenden Inseraten Texte und Fotos mit dem iPhone hinzufügen. Auch MOA-Soft aus Schwelm setzt bei seiner Ammon-Immobilienmaklersoftware auf Apps. Nutzer der Ammon-Software sollen mit der App von unterwegs Immobilien präsentieren, neue Immobilien erfassen und die Büroorganisation steuern können. Andere Anbieter sind zurückhaltender. „Wir halten nicht viel von Apps“, sagt i-fabrik-Geschäftsführer Schlegel. „Eine richtige App muss für mehrere Systeme entwickelt werden und verursacht dadurch hohen Entwicklungsaufwand. Ich denke, dass eine webbasierte Lösung, die sich im Design an das Endgerät anpasst, eine größere Zukunft hat.“ Auch Rego-Chef Dietmar Weinauge sieht Apps nicht als unbedingtes Muss für den Makler an. Die Erfassung einer Immobilie auf dem Handy sei nahezu unmöglich, da die benötigten Daten viel zu umfangreich seien. Mobile Anwendungen wie der Laptop, gehörten dagegen mittlerweile zu den Standards.

Soziale Netzwerke

Hier wird es in Zukunft mit Sicherheit weitere Entwicklungen geben. Nicht nur die Internetanbindung dürfte dann selbstverständlich werden, sondern auch die Anbindung an soziale Netze wie Facebook oder Twitter. Die Suche nach Immobilien und die Vermarktung bestehender Angebote auf den Netzwerken steht erst noch am Anfang, bietet aber ein erhebliches Potenzial. Bisher bietet insbesondere die Immoweltsoftware die Möglichkeit, Immobilien per Mausklick auf der Facebook-Seite oder in der Twitter Timeline des Maklers erscheinen zu lassen. Ebenso wird die virtuelle Besichtigung kommen. Potenzielle Mieter oder Käufer schauen sich das Umfeld und die Wohnung schon mal vorab in einem Video an. Interessenten seien im Zeitalter der interaktiven Apps zusehends verwöhnt und würden mehr erwarten als die pure Auflistung von Objektdaten, Ausstattung und klassischen Bildern, ist man etwa beim Leipziger Softwareanbieter i-fabrik überzeugt. Die Entwickler haben kürzlich mit IMAS eine webbasierte Software vorgestellt, bei denen sich Immobilien mit Umgebungskarten und Gebäuden darstellen lassen.

Schlagworte zum Thema:  Immobilien-Software, Hausverwaltung, SEPA

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