02.05.2013 | Top-Thema Verwalter- und Maklersoftware

Mobil gewinnt an Bedeutung

Kapitel
Auch unterwegs möchte man Zugriff auf seine Daten haben.
Bild: MEV-Verlag, Germany

An Bedeutung gewinnen auch mobile Lösungen. Viele Anwender wollen auch von unterwegs auf ihre Daten zugreifen können.

So macht etwa Schöttner EDV seine HV-Office über eine App für Smartphones, Tablets und Internetbrowser verfügbar. Vor allem Objektdaten, Adressen und Termine wollen die Hausverwalter möglichst vor Ort parat haben. Bei anderen Services gehen die Anforderungen dagegen stark auseinander. So sind nach Angaben der Hersteller einige Verwaltungen durchaus daran interessiert, auch Abrechnungsdaten oder etwa offene Positionen der Mieter immer und überall abrufen zu können. „Die Anforderungen sind sehr individuell“, meint Scheidweiler. Die Gefahr besteht allerdings darin, dass eine zu große Komplexität die Apps und die Anbieter überfordert. Dennoch geht es klar in Richtung mobilerer Lösungen. Das zeigt etwa die Übernahme der britischen 1st Touch durch die Aareon AG. 1st Touch bietet vor allem mobile Softwarelösungen für die Wohnungswirtschaft an.Dennoch sehen die meisten Hersteller die neuesten Internettrends aktuell nicht als die größte Herausforderung an. Wichtiger sind anstehende Neuerungen wie das einheitliche europäische Zahlungssystem (Single Euro Payments Area [SEPA], siehe auch Artikel auf Seite 48). Ab Februar 2014 wird die bisherige Einzugsermächtigung durch die europaweite SEPA-Lastschrift ersetzt. Hausverwaltungen müssen bis dahin ihre Systeme auf BIC und IBAN anstatt Bankleitzahl und Kontonummer umstellen. Zudem müssen die sogenannten Gläubiger-Identifikationsnummern und Mandatsreferenznummern eingeholt werden.

SEPA-Umstellung bald angehen

Die Umstellung ist aufwändig. Banken raten, das Thema möglichst früh in Angriff zu nehmen. Viele Softwareanbieter arbeiten immer noch an entsprechender Umsetzung. Je später die neue Programmversion auf den Markt kommt, desto schwieriger wird die Umsetzung für die Hausverwaltungen. Steht das SEPA-Verfahren 2014 nicht zur Verfügung, müssen die Hausverwalter auf das Lastschriftverfahren verzichten und die Zahlungen per Überweisung verbuchen. Eine weitere künftige Herausforderung wird die Kommunikation mit den Energieversorgern sein. Derzeit geschieht das über die Verbrauchsabrechnung vor allem in eine Richtung. Doch mit der Energiewende gewinnt die dezentrale Erzeugung von Energie größere Bedeutung. Vermehrt wird der Strom aus Solaranlagen und Blockheizkraftwerken ins Netz eingespeist. Der Hausverwalter wird damit immer mehr zum Energiemanager. Bei den Anbietern der Software spiegelt sich diese Entwicklung noch nicht wider.

Schlagworte zum Thema:  Immobilien-Software, Hausverwaltung, SEPA

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