02.05.2013 | Top-Thema Verwalter- und Maklersoftware

Maklersoftware: Mehrwert macht den Unterschied

Kapitel
Objektdaten, Ausstattung und klassische Bilder werden in Zukunft viele Kunden nicht mehr genügen.
Bild: AlexRoz/shutterstock.com

Die eigenen Programme der Immobilienportale setzen die Branche unter Druck. Wie Anbieter versuchen, sich durch neue Ideen abzusetzen.

Der Immobilienboom in Deutschland sorgt in einigen Städten für traumhafte Arbeitsbedingungen und Umsätze für Makler. Davon profitieren aber nicht nur die Vermittler. Auch die Anbieter von Maklersoftware beurteilen ihre Geschäftsaussichten weitgehend positiv. Dennoch sei der „Kampf um die Kunden“ in den letzten Jahren schwieriger geworden, erklärt Marius Siegmund, Vertriebsleiter bei der onOffice Software in Aachen. So seien etwa die Anforderungen der Kunden gewachsen. Und die guten Perspektiven lockten neue Anbieter. „Insgesamt ist das Geschäft gerade durch den starken Markteintritt der Immobilienportale in den Softwaremarkt schwerer geworden“, beobachtet Eric Drissler, Chef der ED Computer & Design aus Köln.
Und der Druck nimmt weiter zu. Im Januar gab die Immowelt AG eine weitere Zusammenarbeit mit dem Immobilienverband Deutschland West (IVD West) bekannt. Dem IVD angeschlossene Makler erhalten damit Rabatte auf Online-Inserate und Preisnachlässe bei der Maklersoftware estateOffice, estatePro und immowelt i-Tool. Die Immowelt AG kooperiert bereits mit den Regionalverbänden IVD Mitte, IVD Süd und IVD Mitte-Ost und hat damit Zugriff auf rund die Hälfte der 6.000 IVD-Mitglieder.
Der Wettbewerb regt die Kreativität der Hersteller an. Mehr Auswahl für die Makler bedeute, dass die Produkte und die Dienstleistungen besser werden müssten, so Onoffice-Vertriebsleiter Siegmund. Denn Internetanbindungen und der mobile Zugriff auf die Daten sind längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr. „Die aktuellen Trends sind noch immer die gleichen“, meint Siegmund. Das Produkt müsse komplexe Arbeitsabläufe so abbilden, dass die Anwender diese einfach und schnell verstünden.
Das aber nehmen alle Anbieter für sich in Anspruch. Der Wettbewerb findet daher zunehmend über Mehrwert für die Makler statt. So bietet etwa der Maklerserver von Rego Systems aus Hilden neu eine „One-Click-Finanzierung“ an. Der Makler kann damit seinen Kunden Angebote für eine Immobilienfinanzierung machen und diese abwickeln. Bei onOffice können Makler direkt aus der Smartversion heraus Grundrisse bei immogrundriss.de in Auftrag geben. Der Grundriss wird automatisch dem Objekt zugeordnet und kann direkt an mögliche Interessenten weitergeleitet werden.

Die Nische suchen

Andere Anbieter suchen ihr Heil in der Nische. So hat sich etwa ED Computer & Design auf Zwangsversteigerungen fokussiert. Gegenüber der Immobilienwirtschaft kündigte Firmenchef Eric Drissler auch ein neues größeres Major Release für EDmoiis an. Einzelheiten wollte er aber nicht verraten.
Der Einstieg von Immobilienscout24, Immonet, Immowelt und Co. hat sicherlich den Trend beschleunigt, dass die Makler immer häufiger über das Internet auf ihre Daten zugreifen. Auch die Preise für die Nutzung der Programme sind dadurch unter Druck geraten.

Schlagworte zum Thema:  Immobilien-Software, Hausverwaltung, SEPA

Aktuell

Meistgelesen