Startup BuildingMinds: Das Ende der Papierberge

Wie sieht die Startup-Szene in der Immobilienwirtschaft aus? Kreative PropTech- oder FinTech-Unternehmen stellen sich in unserer Online-Serie regelmäßig vor. Heute: das Startup BuildingMinds aus Berlin, das eine zukunftsfähige Serviceplattform für die Immobilienbewirtschaftung anbieten will.

Die Gründer

Das Startup wurde im Juli 2018 von Schindler, einem Anbieter von Aufzügen und Fahrtreppen, gegründet. BuildingMinds wird als eigenständiges Unternehmen der Schindler Gruppe geführt. Schindler stellt dem Startup als alleinige Aktionärin Mittel in Höhe von bis zu 150 Millionen Euro zur Verfügung. In Partnerschaft mit dem Computerkonzern Microsoft nutzt BuildingMinds zudem die Microsoft-Cloud-Plattformen Azure und Dynamics 365.

Die Idee

BuildingMinds will eine Serviceplattform für die Immobilienbewirtschaftung aus einer Hand anbieten und damit das Management von Gebäuden verändern. Das Ziel: eine Software-as-a-Service-Lösung, die alle Liegenschaften und Dienstleister vernetzt. Damit will BuildingMinds dem Facility Management und den Gebäudebesitzern eine höhere Transparenz und mehr betriebliche Effizienz bieten. Aktuell, so sagt das Startup, werden für die Verwaltung und den Betrieb von Liegenschaften oft unterschiedlichste Applikationen eingesetzt, die untereinander keine Informationen austauschen. Das wolle BuildingMinds ändern. Anstelle von Papierbergen und verschiedenen Dokumentationssystemen, die aufzeigen, welche Wartungsprozesse anliegen, beauftragt sind oder schon abgeschlossen wurden, erhielten Nutzer dann alles übersichtlich auf einer Plattform.

Startup BuildingMinds
BuildingMinds verspricht auf seiner Homepage die Zukunft des Gebäudemanagements

Die Entwicklungszeit

Gegründet wurde BuildingMinds im Juli 2018. Das Startup beschäftigt heute nach eigenen Angaben über 30 Mitarbeitende und will bis Ende 2019 auf über 100 Mitarbeitende wachsen. In der gegenwärtigen Startup-Phase sei es noch zu früh, um über das Timing von Produkteinführungen zu sprechen, sagt das Unternehmen.

Geplante Änderungen

BuildingMinds möchte dank eines digitalen Gebäudezwillings, Closed-Loop-Prozessen, Datenanalysen und einer vollständig integrierten Cloud-Plattform allen an der Immobillienbewirtschaftung Beteiligten Transparenz und Informationen in Echtzeit bieten. Der digitale Gebäudezwilling soll alle verfügbaren Daten zur Immobilienstruktur, zur Ausstattung oder zum Geschäftsbetrieb integrieren. Prozesse über die gesamte Wertschöpfungskette sollen mit dem digitalen Zwilling verknüpft werden, um Daten nahtlos zwischen allen beteiligten Interessengruppen zu verteilen. Dies werde, so BuildingMinds, die Möglichkeit schaffen, mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und neuen datengetriebenen Geschäftsmodellen "eine beispiellose Effizienz im Gebäudebetrieb zu erreichen".

Der Unterschied zu etablierten Unternehmen

BuildingMinds, so sagt das Startup, habe mit Schindler "eine erfahrene Mutter im Rücken" und mit Microsoft einen starken Tech-Partner an seiner Seite. Damit verbinde BuildingMinds die Vorteile zweier Welten: Die Mentalität und Agilität eines Startups mit den Ressourcen und Branchenkenntnissen eines etablierten Großkonzerns.

Hinweis: Alle Informationen sind eigene Angaben des Unternehmens BuildingMinds.


Das könnte Sie auch interessieren:

Startup-Serie: Housy verspricht das Ende von Massenbesichtigungen

Startup-Serie: Bimworx - Online-Plattform rund um den Planungs- und Bauprozess

Schlagworte zum Thema:  Startup