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SEPA-Fristverlängerung soll bis Mitte Februar beschlossen sein

SEPA-Fristverlängerung soll Mitte Februar besiegelt sein
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Die Verlängerung der Frist für die SEPA-Umstellung soll bis Mitte Februar besiegelt werden und dann rückwirkend zum 1. Februar gelten. Davon geht die EU-Kommission aus.

Die längere Frist für die SEPA-Umstellung wird laut EU-Kommission Mitte Februar endgültig unter Dach und Fach sein. Am 9.1.2014 hatte die Kommission vorgeschlagen, die Frist für die SEPA-Umstellung um ein halbes Jahr zu verlängern. Der Aufschub bedarf der Zustimmung der EU-Finanzminister und des Europaparlaments.

Die Verschiebung werde dann rückwirkend zum Stichtag 1.2.2014 greifen, sagte die Sprecherin von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Freitag der Nachrichtenagentur dpa in Brüssel. Die EU-Staaten und das Europaparlament wollten in den nächsten Wochen den von der EU-Kommission vorgeschlagenen sechsmonatigen Aufschub besiegeln.

Geldtransfers von Unternehmen und Vereinen im bisherigen Format sollen damit noch bis zum 1. August möglich sein. Für Verbraucher gilt ohnehin eine längere Frist bis Februar 2016. Brüssel reagiert damit auf Umstellungsprobleme und zahlreiche Klagen von Unternehmen und Verbänden.

Aus Deutschland gibt es Kritik. Die Bundesregierung hat bereits davor gewarnt, dass der von Brüssel vorgeschlagene Aufschub die Umstellung weiter erschwere. Laut Bundesfinanzministerium ist in Deutschland die Verlängerung unnötig. Die EU-Kommission verwies darauf, dass Mitgliedsstaaten, die komplett umgestellt hätten, Überweisungen im alten Format ab Februar stoppen könnten. Es werde erwartet, dass Deutschland im EU-Ministerrat dem Aufschub zustimme.

Laut EU-Kommission wurden nach jüngsten Zahlen von Ende November 2013 in den Euro-Staaten rund 64 Prozent aller Geldüberweisungen, aber erst 26 Prozent aller Einzugsermächtigungen im SEPA-Format abgewickelt. Besonders weit sind nach Angaben der Europäischen Zentralbank Finnland, die Slowakei und  Slowenien. Deutschland hinkte im vergangenen Jahr hinterher. Im dritten Quartal kam Deutschland EU-Kreisen zufolge auf einen Anteil von 13,9 Prozent, während Frankreich bereits 56,98 Prozent erreichte.

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