31.03.2016 | Top-Thema Rechtsaspekte der Digitalisierung

Vertragsausstieg mitdenken

Kapitel
Nach Vertragsende muss sichergestellt sein, dass der Zugriff auf die Daten und die Übergabe an einen neuen Dienstleister reibungslos funktioniert.
Bild: Corbis

Es empfiehlt sich, bei IT-Projekten bei aller Anfangseuphorie immer auch an das Ende der vertraglichen Beziehungen zu denken. Dieses Ende kann einvernehmlich oder streitträchtig sein. 

Für jeden Fall muss sichergestellt werden, dass das Wirtschaften im Unternehmen nicht unterbrochen wird, der Zugriff auf die Daten gesichert ist und die Übergabe an einen neuen Dienstleister reibungslos funktioniert. Einen besonderen Unterfall stellt in diesem Zusammenhang die mögliche Insolvenz des Dienstleisters dar, da das Zusammenspiel von Datenschutz und Insolvenzrecht rechtlich sehr komplex ist.

Je nach Auftragsvolumen, Risikoprofil und Verhandlungsposition sind Schutzmechanismen denkbar, um die Gefahren für den Betrieb einzugrenzen oder zumindest das „Dateneigentum“ des Immobilien­unternehmens zu stärken.

Digitalisierung schreitet voran

Die Digitalisierung der Immobilienbranche wird immer weiter voranschreiten. Sie wird Prozesse optimieren, Effizienzgewinne schaffen und immer neue Anwendungsbereiche finden. Natürlich gehen mit solchen Chancen auch Risiken einher. Dies sollte die Branche jedoch nicht davon abhalten, sich dem Wandel zu öffnen – solange sie es mit Umsicht und Sorgfalt tut, um die Möglichkeiten der Digitalisierung optimal für sich zu nutzen.

 

Dieser Text ist im Fachmagazin "Immobilienwirtschaft", Ausgabe 04/2016, erschienen.

Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Immobilienwirtschaft, Datenschutz-Management, Immobilienverwaltung

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