31.03.2015 | Top-Thema Messdienstleister – Strategien 2015

Es gibt aber auch andere Wachstumstreiber

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Eine Chance für Messdienstleister liegt im Contracting, z.B. bei der Beratung zu Blockheizkraftwerken.
Bild: Urbana Energietechnik AG & Co. KG

In anderen Bereichen sind keine großen Revolutionen zu erwarten. Die Unternehmen konzentrieren sich auf den Ausbau der Liegenschaften mit Funk- und Fernableselösungen. Auch die Trinkwasseranalyse oder der Rauchmelderservice gehören bei fast allen Anbietern bereits zum erweiterten Angebot.

„Der Rauchwarnmelderservice und die Trinkwasserprüfung einschließlich der Gefährdungsanalyse werden weiterhin Wachstumstreiber bleiben“, ist man etwa bei Kalorimeta sicher. In drei Bundesländern läuft die Einbaufrist für Bestandsbauten Ende 2015 ab, Ende 2016 kommt die Rauchmelderpflicht in Nordrhein-Westfalen, Ende 2017 folgt Bayern. Auch das Thema Trinkwasseruntersuchungen wird 2015 an Bedeutung gewinnen. Eine massive Nachfrage sieht Techem jedoch erst im Jahr 2016. Dann enden die zulässigen drei Jahre zur letzten Prüfung.

Auch andere Dienstleistungen kommen nach und nach hinzu.

Seit Kurzem führt Kalorimeta etwa die Wartung von kontrollierten Wohnraumlüftungsanlagen durch. „Die Akzeptanz derartiger Anlagen durch die Wohnungswirtschaft hängt stark von ihrem Beitrag zur Energieeffizienz ab, die Wartung ist hier entscheidend. Hier sehen wir ein großes Wachstumspotenzial“, teilt das Unternehmen mit.

Weiters Wachstum könnte in der Tat in der Energie- und Wärmeversorgung liegen. Nach Einschätzung von Steria Mummert Consulting im „Branchenkompass 2014 Energieversorger“ könnten neue, spezialisierte Messdienstleister künftig Marktanteile auf Kosten der Energieversorger gewinnen. Grundlage dafür ist der Trend hin zur dezentralen Energieversorgung.

Viele Messdienstleister bauen seit Jahren ihre Kompetenzen bei den Blockheizkraftwerken massiv aus. „Wir sehen, dass die dezentrale Energieversorgung an Bedeutung gewinnt, und tragen bereits jetzt mit einer großen Zahl an Blockheizkraftwerken dazu bei“, heißt es etwa bei Techem. Im Rahmen des Contracting-Geschäftes hätten diese Blockheizkraftwerke „enorm an Bedeutung gewonnen.“ Dieser Bereich solle noch weiter ausgebaut werden. Die meisten der befragten Unternehmen sehen das Contracting als einen wichtigen Baustein der Energiewende. Gerade im Hinblick auf den hohen Bestand veralteter Heizanlagen in Deutschland können sich hier Chancen ergeben. Auch andere Anbieter wie Brunata oder Minol stehen in Kontakt mit den Herstellern von Blockheizkraftwerken, um diese mit Wärme- und Stromzählern auszurüsten oder die Abrechnung von Wärme und Strom aus Blockheizkraftwerken vorzunehmen.

Schlagworte zum Thema:  Energieeffizienz, Energiemanagement, Contracting, Rauchwarnmelder

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