31.03.2015 | Top-Thema Messdienstleister – Strategien 2015

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Der Ableseservice ist nur noch eines der vielen Geschäftsfelder der Messdienstleister.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Branche der Messdienstleister startet optimistisch in das Jahr 2015. Dabei spielen Dienstleistungen jenseits der traditionellen Ablesung von Verbrauchsdaten eine immer größere Rolle. Insbesondere in Hinblick auf die Energieeffizienz der Gebäude und dem energiesparenden Verhalten der Nutzen sehen die Unternehmen neue Chancen für ihr Geschäft.

„Die Branche wird zunehmend über das abrechnungsspezifische Portfolio hinaus weitere Dienstleistungen für die Immobilienwirtschaft entwickeln und damit den erhöhten Anforderungen ihrer Kunden nachkommen“, ist man sich beim Dienstleister Brunata sicher.

Dabei gelte es, die komplette Wertschöpfungskette der Energie im Gebäude zu bedienen, heißt es bei Techem. Vom Brennstoffeinkauf über die Erzeugung bis hin zur Erfassung des Verbrauchs und daraus resultierender Optimierungspotenziale, etwa bei der Anlagentechnik oder durch Unterstützung des Nutzerverhaltens.

Bei Kalorimeta sieht man die zukünftige Entwicklung in der Bereitstellung von Wärme und Strom in den Quartieren sowie in dem optimalen Betrieb der Hausanlagen. Auch die Themen wie Smart Home und Messstellenbetrieb würden künftig eine wichtige Rolle spielen, ebenso die Eigenstromvermarktung.

Die Branche setzt auf Beratungsleistungen im Energiebereich

Großes Thema in der Branche ist die Verfeinerung der Verbrauchsanalysen, um Energieeinsparpotenziale zu ermitteln. „Die Steigerung der Energieeffizienz ist für viele unserer Kunden ein wichtiges Thema“, bestätigt die Brunata. Hier entwickle man bereits neue Produkte für die Wohnungswirtschaft.

Auch bei Minol sieht man seitens der Immobilienwirtschaft einen zunehmenden Bedarf an Beratungsleistungen. Mit den steigenden rechtlichen Anforderungen würden Verwalter und Vermieter immer mehr zu Energiemanager ihrer Immobilien. Sie bräuchten einen Fahrplan, um die Energiewende in Gebäuden umzusetzen und zu finanzieren. Dazu gehöre das Verbrauchsprofil der Gebäude zu kennen, die Nutzer zum Energiesparen zu motivieren und zu entscheiden, wann eine energetische Sanierung sinnvoll sei und welche Maßnahmen sich lohnten. Hier könne die Branche noch viel Potenzial heben, ist man bei Minol überzeugt.

Um die Betriebskostenabrechnung für Wohnungsunternehmen zu erleichtern, bieten bereits sechs Messdienstleister die serviceorientierte Heizkostenabrechnung (SOHA) an. Die Wohnungsbau-Genossenschaft Greifswald eG konnte durch dieses Verfahren ihre Abrechnungsprozesse beschleunigen.

Schlagworte zum Thema:  Energieeffizienz, Energiemanagement, Energieberater

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