Weg von Papierbergen und manuellen Prozessen, hin zu smarten Services aus der Cloud: Den Messdienstleistern ist wegen der Digitalisierung nicht bange. Im Gegenteil: Sie sehen diese eher als Chance. 

Keines der bestehenden Geschäftsfelder, so meint Frank Peters von Minol, wird unter der Digitalisierung leiden. Stattdessen könne man wegkommen von Papierbergen und manuellen Prozessen und hingelangen zu smarten Services aus der Cloud. Berücksichtigt werde dabei, dass Gebäude künftig nicht nur Wohn- oder Gewerbeimmobilie seien, sondern Informationsquelle, Energiezentrale oder Gesundheitsstandort.

Kein altes Geschäftsfeld wird leiden

Gleiches sieht Torben Pfau von ista. Keines der alten Geschäftsfelder werde leiden. Stattdessen habe sein Unternehmen bereits mehrere hundert Millionen Euro in die digitale Infrastruktur gesteckt und werde das auch weiterhin tun.

Oliver Geer, Technischer Geschäftsführer von Brunata-Metrona, sieht zumindest die klassischen Geschäfte für einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren als sicher an. Er sieht zudem viele Anwendungen mit smarter Haustechnik, die auf Komfortaspekten für den individuellen Verbraucher basieren und Energieeinsparung sowie Kostensenkung ermöglichen. Erfolgversprechender seien jedoch die diesbezügliche Aggregierung und intelligente Auswertung großer Datenbestände, was wiederum die Messdienstleister mit ihrem Know-how gut leisten könnten. Peters sieht hier auch die Integration aller Objekte, die für die Bewirtschaftung, den Komfort und die Sicherheit in Wohn­gebäuden relevant seien, darunter auch smarthomefähige Geräte.

Neue Angebote durch Digitalisierung

Für Beate Reins von Techem folgen aus der Digitalisierung neue Angebote, die in Form eines gesamtheitlichen Ansatzes zukünftig für mehr und kostengünstige Energieeffizienz sorgen. „So ist die Aufschaltung von Heizungsanlagen auf einen digitalen Leitstand und damit eine laufende Überwachung und vorausschauende Wartung eine gute Möglichkeit für einen effizienten Betrieb. Brennstoffeinsparung und CO2-Verringerung inklusive.“ Als weiteres Beispiel führt Reins solche Technologien an, die auch die Bewohner aktiv beim Ener­giesparen unterstützen.

„Konkret geht es hier um Smart-Home-Lösungen zur Einzeltemperaturregelung, die wir anbieten. Zukünftig soll das in einer App auch mit höherer Verbrauchstransparenz für den Mieter verbunden werden, was den Energieeinspareffekt weiter erhöht.“ Beate Reins, Techem

Schlagworte zum Thema:  Immobilienverwaltung, Energiemanagement