Trotz aller Veränderungen: Das Kerngeschäft der Messdienstleister werde weiter Bestand haben, sind sich die Unternehmen sicher - allerdings in abgeänderter Form.

„Unser Kerngeschäft, die verbrauchsabhängige Abrechnung von Heizwärme und Wasser, bleibt trotz der sich wandelnden technischen und politischen Bedingungen zukunftssicher.“ Frank Peters, Minol

Als Gründe führt Peters vor allem den Bestand in der Wohnungswirtschaft an, der noch über Jahrzehnte Fernwärme, Heizöl, Gas, Wasser und Strom verbrauchen werde, was eine verbrauchsabhängige Abrechnung nötig mache. Allerdings wird sich das klassische Geschäft ändern. In Neubauten und zunehmend auch im Bestand seien Funklösungen Standard, mit denen der Verbrauch außerhalb der Wohnungen erfasst werden könne.

„Entscheidend für eine qualitativ hochwertige Abrechnung sind neben prozessualem Know-how auch technische Expertise und immer aktuelle rechtliche Kenntnisse.“ Oliver Geer, Technischer Geschäftsführer von Brunata-Metrona

Der Aufwand, der hierfür erforderlich sei, übersteige das, was die Mehrzahl der Verwalter leisten könne und wolle, so Geer.

Politischer Rahmen spricht für Messdienstleister

Für Torben Pfau von ista spricht auch der politische Rahmen aus Klimaschutz und Verbrauchstransparenz, die beide auf optimiertes Nutzerverhalten abzielen, für die Messdienstleister. Denn sie „können einen erheblichen und vor allem kostengünstigen Beitrag leisten, um die Energiebilanz eines Gebäudes zu verbessern. Deswegen wird das Ablesen, Abrechnen sowie die transparente Visualisierung von Verbräuchen nicht nur digitaler, sondern auch immer wichtiger“, so Pfau.

„Aber selbst bei neu errichteten, ener­giesparenden Gebäuden ist eine Abrechnung nach Verbrauch sinnvoll, damit die Bewohner zum Energiesparen motiviert sind“, so Peters. Ohne Verbrauchsmessung würde der Verbrauch um bis zu 20 Prozent steigen.

„Abrechnungen bleiben ein Fachgebiet, das außer der Technik auch ein fundiertes Know-how über Heizleistungen, Wärmeübergangswerte, Abtrennungsverfahren, Schätzungen und Verteilerschlüssel erfordert. Nur wenige Unternehmen verfügen über die Erfahrung und die Prozesse, um komplexe Immobilien rechtlich sicher abzurechnen.“ Frank Peters, Minol

Schlagworte zum Thema:  Immobilienverwaltung, Energiemanagement