07.04.2014 | Serie Kuriose Fälle vor Gericht - Auch das noch

Weit, weit weg …

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Eine Mieterin fand den Weg zur Mülltonne zu weit
Bild: Haufe Online Redaktion

Kuriose Fälle vor Gericht: Einer Mieterin war der Weg zur Mülltonne zu weit. Sie machte deshalb eine Minderung der Miete geltend.

Nicht weit laufen wollte die Mieterin einer Eigentumswohnung in einem Fall, den das AG Köpenick auf dem Tisch hatte. Ursprünglich musste die Mieterin einen Weg von 85 Metern zurücklegen, um zu den auf einem Nachbargrundstück stehenden Mülltonnen zu gelangen. Nachdem die Eigentümergemeinschaft den Müllplatz verlegen musste, stand für die Mieterin auf einmal ein fast doppelt so langer Fußmarsch von 165 Metern entlang einer öffentlichen Straße an, um sich ihres Unrats zu entledigen. Sie minderte deshalb die Miete um 5 Prozent.

„Eine kleiner Abschlag ist drin“, sagte das AG Köpenick (Urteil v. 28.11.2012, 6 C 258/12) und sah eine Minderung von 2,5 Prozent als angemessen an. Der längere Weg zur Mülltonne stelle einen Mangel dar. Dieser werde auch nicht dadurch aufgewogen, dass sich die Entsorgungskosten verringert haben mögen, weil die Mülltonnen nun an der Straße stehen.

Schlagworte zum Thema:  Mietminderung

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