10.02.2014 | Serie Kuriose Fälle vor Gericht - Auch das noch

Madonna mia

Serienelemente
Religiöse Symbole im Treppenhaus als Stein des Anstoßes
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Kuriose Fälle vor Gericht: Wegen einer Madonnenstatue im Treppenhaus lagen Vermieter und Mieter im Clinch.

An einer Figur schieden sich in einem Verfahren vor dem AG Münster die Geister. Der Vermieter hatte eine Madonnenstatue im Treppenhaus aufgestellt. Dies behagte einem Mieter evangelischer Konfession nicht. Er fühlte sich in seinen religiösen Gefühlen beeinträchtigt und machte eine Mietminderung geltend.

„Die Miete ist bis auf den letzten Cent zu zahlen“, sagte das AG Münster (Urteil v. 22.7.2003, 3 C 2122/03) und erteilte einer Minderung eine klare Absage. Zum einen sei die Gebrauchstauglichkeit der Wohnung durch eine Figur im Treppenhaus nicht beeinträchtigt. Zum anderen sei auch nach evangelischem Glauben Jesus durch Maria geboren worden, sodass die Aufstellung der Madonna im Treppenhaus den Mieter nicht besonders schocken könne.

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