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Der Mieter muss Vorsicht walten lassen, wenn er eine Decke aus dem Fenster ausschüttelt Bild: Michael Bamberger

Betriebskosten, Mängel, Eigenbedarf - meistens geht es um solche Themen, wenn sich Vermieter und Mieter vor Gericht streiten. Doch manchmal sind es ganz andere Dinge, an denen sich Streit entzündet - eine ausgeschüttelte Decke zum Beispiel.

Nicht immer kommt alles Gute von oben – so wie in einem Fall, den das AG München auf dem Tisch hatte. Der Mieter einer Wohnung hatte aus dem Fenster eine Decke ausgeschüttelt, doch außer dem üblichen Staub und Krümeln waren auch Hundeknochen, Zahnstocher und Slipeinlagen zu Boden geprasselt. Prompt wurde eine Besucherin von den Gegenständen getroffen. Dem Vermieter missfiel dies sehr und er zog vor Gericht.

„Beim Ausschütteln muss der Mieter Vorsicht walten lassen“, sagte das AG München (Urteil v. 12.5.2014, 424 C 28654/13) und verurteilte den Mieter dazu, keine Decken auszuschütteln, wenn sich unterhalb des Fensters Personen aufhalten. Zwar gehöre es durchaus zum vertragsgemäßen Gebrauch, auch mal eine Decke auszuschütteln, aber nur dann, wenn der Mieter darauf achtet, dass sich keine Gegenstände darin befinden, die zu Boden fallen könnten – und wenn niemand unter dem Fenster steht.

Schlagworte zum Thema:  Mietrecht

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