04.12.2014 | Serie Kuriose Fälle vor Gericht - Auch das noch

Kopfnuss

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Wie hoch muss eine Tür sein?
Bild: Haufe Online Redaktion

Kuriose Fälle vor Gericht: Um die richtige Höhe einer Tür stritten ein Wohnungskäufer und der Bauträger.

Um Zentimeter stritten sich der Käufer einer neuen Eigentumswohnung und der Bauträger vor dem LG Köln. Der Käufer bemängelte, die Durchgangshöhe der Wohnungstür sei mit 1,91 m zu niedrig bemessen. Da er sehr groß sei, stoße er sich beim Betreten der Wohnung den Kopf, wenn er nicht aufpasse. Der Durchgang müsse 2,13 m, mindestens aber 2,01 m hoch sein.

„Es gibt nur zwei Zentimeter obendrauf“, sagte das LG Köln (Urteil v. 23.1.2009, 37 O 57/07) und sah nach der Anhörung eines Sachverständigen eine Durchgangshöhe von 1,93 m als ordnungsgemäß an. Der Sachverständige hatte ausgeführt, dass es sich bei den vom Käufer genannten Werten um die Höhe der Wandöffnung ohne eingebaute Tür handle. Eine Befragung diverser Türhersteller habe ergeben, dass der Trend zwar zu höheren Türen gehe, die Mehrzahl der Türen aber noch für Öffnungen von 2,01 m Höhe verkauft werde. Abzüglich Zarge, Dichtung und sämtlicher Toleranzen verbleibe normalerweise eine Durchgangshöhe von 1,93 m. Dies sei noch als dem Stand der Technik entsprechend anzusehen.

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