14.02.2012 | Verwalter

Kommunen treiben GBW-Verkauf voran

Die bayerischen Kommunen wollen rasch mit Freistaat und BayernLB über den Kauf des Immobilienunternehmens GBW verhandeln. Es geht um 33.000 Wohnungen. Am Freitag soll eine Kommission benannt werden, die die Gespräche führt.

Das kündigte der Vorsitzende des Bayerischen Städtetags, Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD), am Dienstag in München an. Er dankte im Namen der Kommunen für das Angebot von Exklusivverhandlungen mit Freistaat und Landesbank.

Nach Angaben Malys ist aber noch offen, ob die Kommunen sich am Ende in der Lage sehen, den GBW-Kauf auch tatsächlich zu stemmen. Das müsse geklärt werden. Zudem müsse es vorher ein Gutachten geben, um den Unternehmenswert zu ermitteln.

Unabhängig von den geplanten Verkaufsverhandlungen forderte Maly die Staatsregierung, BayernLB und GBW auf, den Schutz der Mieter rechtssicher zu garantieren. Dies könne entweder durch eine Änderung der Einzelmietverträge oder durch eine einseitige Ankündigung der GBW geschehen, die nur rund 16.000 Euro Porto kosten würde, sagte Maly.

Maly machte keinen Hehl daraus, dass er eigentlich den Freistaat in der Pflicht sieht, die Wohnungen zu übernehmen. Dass der Freistaat, wie von Finanzminister Markus Söder (CSU) behauptet, die Wohnungen nicht kaufen könne, stimme nicht. "Zwischen Wollen und Können ist ein Unterschied", betonte der SPD-Oberbürgermeister.

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