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"Kabelfusion" bietet Wohnungsunternehmen mehr Gestaltungsspielraum

Das Bundeskartellamt hat die Übernahme von Kabel BW durch die Liberty Global Europe Holding genehmigt. Der Immobilienverband BSI zeigt sich kritisch, sieht jedoch für die Wohnungsunternehmen bessere Gestaltungsspielräume.

"Die der Liberty abgerungenen Zusagen bieten vielen Wohnungsunternehmen Vorteile", sagt Axel Gedaschko, Vorsitzender der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Präsident des GdW Bundesverbandes. Kurzfristig entstünden durch die Fusion Chancen, jedoch langfristig Risiken.

Die Vorteile der sogenannten Liberty-Entscheidung, in der das Bundeskartellamt am 15. Dezember die Übernahme des Kabelnetzbetreibers Kabel Baden-Württemberg (Kabel BW) durch die Liberty Global Europe Holding unter Bedingungen und Auflagen freigegeben hatte, seien in der Gesamtschau aber nicht ausreichend, um die Nachteile des Zusammenschlusses zu kompensieren. "Insgesamt ergeben sich durch die Zusagen von Liberty bessere Gestaltungsspielräume und eine verbesserte Verhandlungsposition der Wohnungsunternehmen", so Gedaschko. Mit Hilfe der Sonderkündigungsrechte könnten Wohnungsunternehmen mit mehr als 800 Wohnungen selbst entscheiden, ob sie wechseln oder nicht.

Als positiv für Wohnungsunternehmen wertet Gedaschko dabei vor allem die Aufgabe der verschlüsselten Übertragung werbefinanzierter digitaler Programme (SD-Qualität) sowie die Übertragung des Netzeigentums auf Wohnungsunternehmen. Es fehlten aber klare Vorgaben über den Umfang des künftigen unverschlüsselten Programmangebots und entsprechende Entgeltregelungen für Endkunden.

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